Update IDW PH 01/2017: Erstellung von (Konzern-) Zahlungsberichten

IDW PH 1/2017, (Konzern-) Zahlungsbericht
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

Mit dem Update des IDW Praxishinweises 1/2017: Erstellung von (Konzern-) Zahlungsberichten vom 30.01.2018 hat der HFA des IDW zu den in der Praxis aufgeworfenen Anwendungsfragen Stellung bezogen und diesen um klarstellende Hinweise ergänzt. Insbesondere die durch eine Befreiung zur Erstellung eines (Konzern-) Zahlungsberichts erforderlichen Angaben im Anhang des Jahresabschlusses werden hier aufgegriffen.

Seit dem Jahresabschluss 2016 haben betroffene Unternehmen des Rohstoffsektors, auf Grundlage der durch das BilRUG eingeführten §§ 341q bis 341y HGB (Konzern-) Zahlungsberichte über Zahlungen (inkl. Sachleistungen) an staatliche Stellen zu erstellen und offenzulegen. Im Zuge der erstmaligen Aufstellung und Veröffentlichung der (Konzern-) Zahlungsberichte im Jahr 2017 sind dabei einige Anwendungsfragen in der Praxis aufgetreten, zu welchen das IDW nun in einem Update seines Praxishinweises 01/2017 Stellung bezieht.

Die bedeutendste Klarstellung betrifft die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses, die erforderlich sind, wenn sich eine grundsätzlich berichtspflichtige Gesellschaft von der Pflicht zur Erstellung eines Zahlungsberichts nach § 341s Abs. 2 HGB befreien lässt. In diesem Fall hat die Gesellschaft in ihrem Anhang anzugeben, bei welcher Gesellschaft sie in den Konzernzahlungsbericht einbezogen ist und wo dieser erhältlich ist. In Tz. 45 des Praxishinweises wird ergänzend klargestellt, dass für den Fall, dass der befreiende Konzernzahlungsbericht nach der Aufstellung des Jahresabschlusses durch das zu befreiende Tochterunternehmen aufgestellt und veröffentlicht wurde, sich die Anhangangabe auf den künftigen Einbezug in den befreienden Konzernzahlungsbericht bezieht.

Zudem äußert sich der HFA des IDW zur Befreiung von Konzernzahlungsberichten von Mutterunternehmen, die ihrerseits wiederum Tochterunternehmen eines anderen Mutterunternehmens sind. In Tz. 53 wird klargestellt, dass das zu befreiende Mutterunternehmen im Anhang darauf hinzuweisen hat, dass es von der Befreiung nach § 341v Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch macht, bei welchem Unternehmen es in den Konzernzahlungsbericht einbezogen wird und wo dieser eingesehen werden kann.

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