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DRSC-Interpretation 4 zur Bilanzierung ertragsteuerlicher Nebenleistungen nach IFRS

DRSC, IFRS, Steuerliche Nebenleistungen
Autor: Dr. Julia Busch

Anfang September 2018 hat das DRSC die DRSC-Interpretation 4 (IFRS) zur Bilanzierung von ertragsteuerlichen Nebenleistungen nach IFRS verabschiedet. Mitte September 2018 wurde eine ergänzende Klarstellung zum Erstanwendungszeitpunkt veröffentlicht. Gemäß dieser ist die Interpretation erstmalig auf am oder nach dem 01.01.2018 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden.

Die DRSC-Interpretation 4 (IFRS) beschäftigt sich mit der Bilanzierung von steuerlichen Nebenleistungen i.S.d. § 3 Abs  4 AO, die sich auf tatsächliche Ertragsteuern i.S.d. IAS 12.5 beziehen (ertragsteuerliche Nebenleistungen), in einem Abschluss, der nach den IFRS aufgestellt wurde, wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Anwendung von IAS 37 auf die steuerlichen Nebenleistungen i.S.d. § 3 Abs. 4 AO wird festgelegt und es werden die sich daraus ergebenden Konsequenzen für Ansatz, Bewertung und Ausweis steuerlicher Nebenleistungen aufgezeigt.

Sofern die vorliegende Interpretation zu einer Änderung der Bilanzierungsweise führt, wird in der DRSC-Interpretation klargestellt, dass eine Anpassung keine Fehlerkorrektur, sondern eine Methodenänderung i.S.d. IAS 8 darstellt und entsprechend zu behandeln ist.

Die endgültige Interpretation entspricht weitestgehend dem im Juli 2018 veröffentlichten Entwurf mit einigen wenigen redaktionellen Änderungen. Nach der Veröffentlichung der Regelungen Anfang September 2018 wurde im Rahmen einer öffentlichen Telefonkonferenz Mitte September 2018 noch eine Klarstellung hinsichtlich des Zeitpunkt des Inkrafttretens der Interpretation vorgenommen. Nachdem zunächst kein Erstanwendungszeitpunkt in den Regelungen vorgesehen war, hätte die Meinung vertreten werden können, dass die Interpretation umgehend und damit bereits für Quartalsabschlüsse zum 30.09.2018 sowie für Jahresabschlüsse von Unternehmen mit unterjährig endendem Geschäftsjahr anwendbar sei. Vor diesem Hintergrund wurde ergänzend klargestellt, dass die Interpretation erstmalig auf am oder nach dem 01.01.2018 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden ist.

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