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IDW Positionspapier zum Fitness Check der EU Kommission

IDW, Positionspapier, EU, Finanzberichterstattung, Fitness Check
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

Am 08.11.2018 hat das IDW auf das Konsultationspapier der Europäischen Kommission „Fitness-Check des EU-Rahmens für die Berichterstattung durch Unternehmen“ reagiert und sich in einem Positionspapier zu den zentralen Themen geäußert.

Die EU-Kommission hat am 21.03.2018 die Eignungsprüfung des EU-Vorschriftenrahmens im Bereich der Unternehmensberichterstattung mit der Veröffentlichung eines Konsultationsdokuments offiziell eingeleitet. Mit dem insgesamt 67 Fragen umfassenden Dokument, zu sämtlichen EU-Richtlinien und Verordnungen mit Rechnungslegungsbezug, versucht die EU-Kommission, insbesondere zu evaluieren,

  • inwiefern die EU-Regelwerke ihren Zielen gerecht werden, einen Mehrwert für die EU zu schaffen sowie wirksam, effizient und in sich schlüssig sind und mit anderen EU-Maßnahmen in Einklang stehen;
  • ob die derzeitigen Berichterstattungsvorgaben dazu geeignet sind, neue Herausforderungen wie die Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu meistern;
  • ob die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung von bestimmten Rechtsvorschriften (z.B. CSR-Richtlinie) erfolgt.

In dem am 08.11.2018 veröffentlichten Positionspapier hat das IDW nun die zentralen Themen des EU-Fitness Checks aufgegriffen und begrüßt darin grundsätzlich das Vorhaben der EU-Kommission, den rechtlichen Rahmen zur Unternehmensberichterstattung – im Hinblick auf die gravierenden Veränderungen die mit der zunehmenden Digitalisierung einhergehen – zu hinterfragen.

Das IDW vertritt grundsätzlich die Ansicht, dass der gegenwärtige Rechtsrahmen der EU zur Finanzberichterstattung transparent und konsistent ist, durch die steigende Anzahl an Berichtselementen allerdings stark auf die Probe gestellt wird. Handlungsbedarf sieht das IDW daher vor allem in folgenden Bereichen:

  • Nachhaltigkeitsberichterstattung im Lagebericht;
  • Bilanzierung von selbstgeschaffenem immateriellen Anlagevermögen, um eine klarere Vorstellung über das Wertschöpfungspotenzial eines Unternehmens vermitteln zu können; 
  • grenzüberschreitende Vergleichbarkeit von Abschlüssen und Lageberichten durch harmonisierte Rechnungslegungsvorgaben durch die IFRS.

Die Stellungnahme des IDW zeigt, dass der derzeitige EU-Rechnungslegungsrahmen zur finanziellen und nichtfinanziellen Berichterstattung zwar grundsätzlich effektive und effiziente Beiträge zum Stakeholderschutz liefert, sich die Berichterstattung aber mit Blick auf die Zukunft von einer bislang stark vergangenheitsorientierten hin zu einer zukunfts- und damit werttreiberorientierten Berichterstattung wandeln muss.

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