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ESMA – Prüfungsschwerpunkte 2018

Rechnungslegung, Prüfung, IFRS, Prüfungsschwerpunkte
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat drei gemeinsame europäische Prüfungsschwerpunkte bekanntgegeben, die bei den Prüfungen im Jahr 2018 neben den nationalen Prüfungsschwerpunkten im Fokus stehen werden. Damit soll die einheitliche Anwendung der IFRS gefördert werden.

Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) veröffentlichte am 27.10.2017 die Prüfungsschwerpunkte für IFRS-Abschlüsse des Geschäftsjahres 2017 („European common enforcement priorities for 2017 IFRS financial statements“). Die in Zusammenarbeit mit den nationalen Enforcern identifizierten Themen sind für die Erstellung sowie Prüfung von IFRS Jahresabschlüssen 2017 kapitalmarktorientierter Unternehmen besonders zu beachten. Folgende Schwerpunkte wurden vom ESMA genannt:

  1. Anhangangaben zu den erwarteten Auswirkungen neuer Standards, d.h. IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden und IFRS 16 Leasingverhältnisse, im Jahr der erstmaligen Anwendung: Die ESMA erwartet vom Abschlussersteller die Angaben zu den neu angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss unternehmensspezifisch auszugestalten. Hierfür werden ausführliche Hilfestellungen in einer Anlage bereitgestellt.
  2. Spezielle Fragestellungen bei Ansatz, Bewertung und Anhangangaben im Kontext von Unternehmenszusammenschlüssen (IFRS 3): Hierbei ist ein besonderer Fokus auf immaterielle Vermögensgegenstände im Zuge von PPAs und Impairment-Tests, Wertanpassungen im Bewertungszeitraum, Gewinne bei günstigen Unternehmenskäufen, verpflichtende Übernahmeangebote sowie Anhangangaben zu bedingten Gegenleistungen und Fair-Value Bewertungen zu legen.
  3. Spezielle Fragestellungen zur Kapitalflussrechnung (IAS 7) wie z.B. die Überleitung von Verbindlichkeiten aus Finanzierung: In dieser ab 2017 erstmals anzuwendenden Überleitungsrechnung ist die Entwicklung von Finanzverbindlichkeiten in zahlungswirksame und nicht zahlungswirksame Veränderungen aufzuteilen. Weitere Schwerpunkte sind besondere Bestandteile des Zahlungsmittelbestandes, wie Cash-Pooling-Vereinbarungen oder Devisenausfuhrbeschränkungen.

Neben den oben aufgeführten Hauptschwerpunkten weist die ESMA auf die zu erstellende nichtfinanzielle Berichterstattung sowie die Darstellung alternativer Leistungskennzahlen hin. Das ausführliche Public Statement ist auf der Homepage der ESMA veröffentlicht.

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