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IASB – Annual Improvements to IFRSs (2015–2017)

IFRS, Rechnungslegung, IASB
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 12.12.2017 seine jährlichen Verbesserungen der IFRS für den Zyklus 2015-2017 veröffentlicht. Durch diesen Prozess sollen notwendige, aber nicht dringliche Änderungen der IFRS vorangetrieben werden. Dieses Jahr sind vier Standards von den Änderungen betroffen.

Das IASB (International Accounting Standards Board) veröffentlichte am 12.12.2017 seine Annual Improvements to IFRS 2015-2017 Cycle, welche Anpassungen für den Anwendungsbereich von vier Standards beinhalten. Das IASB verwendet diesen Prozess für die jährliche Verbesserung von notwendigen, aber nicht dringlichen Änderungen von IFRS, die nicht Teil eines größeren Projektes beim IASB sind.

Die von den jährlichen Verbesserungen betroffenen Standards sowie einen Überblick zu den Änderungen finden sich nachstehend:

  1. IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Ein Unternehmen, dass Kontrolle über einen Geschäftsbetrieb erlangt, der eine gemeinsame Geschäftstätigkeit (joint operation) darstellt, muss seine zuvor an dem Geschäftsbetrieb gehaltenen Anteile neu bewerten (IFRS 3.42A).
  2. IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen: Mit Änderungen des IFRS 11 wird klargestellt, dass ein Unternehmen, wenn es gemeinsame Kontrolle (joint control) über einen Geschäftsbetrieb erlangt, an dem es zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, seine bisher gehaltenen Anteile nicht neu bewertet (IFRS 11.B33CA).
  3. IAS 12 Ertragssteuern: Durch die Änderung wird klargestellt, dass alle ertragssteuerlichen Auswirkungen von Dividendenzahlungen im Betriebsergebnis auszuweisen sind. Diese Änderung betrifft alle Dividendenzahlungen, unabhängig davon, ob diese aus Finanzinstrumenten oder Eigenkapital resultieren. Ausgenommen sind lediglich Dividenden, die auf Erträgen beruhen, welche direkt im sonstigen Ergebnis (other comprehensive income) oder im sonstigen Eigenkapital erfasst werden (IAS 12.57A).
  4. IAS 23 Fremdkapitalkosten: Wenn ein Vermögenswert bereit für seine beabsichtigte Nutzung oder zur Veräußerung ist, hat ein Unternehmen jegliche noch vorhandenen Fremdkapitalbestände, die ausdrücklich aufgenommen wurden, um diesen Vermögenswert zu erhalten, als Teil des allgemein aufgenommenen Fremdkapitals bei der Berechnung des Aktivierungssatzes der allgemeinen Fremdkapitalaufnahme zu behandeln.

Die veröffentlichten Änderungen treten erstmals für Geschäftsjahre beginnend ab dem 01.01.2019 in Kraft, wobei eine frühere freiwillige Anwendung zulässig ist.

Die Pressemitteilung wird auf der Internetseite des IASB zur Verfügung gestellt.

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