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Neufassung der Stellungnahme IDW RS HFA 11 n.F. verabschiedet

Immaterielle Vermögensgegenstände, Ansatzstetigkeit, IDW RS HFA 11 n.F., entgeltlich erworbene Software
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

Der HFA des IDW gab am 27.12.2017 bekannt, dass die Neufassung der Stellungnahme zur Rechnungslegung: Bilanzierung entgeltlich erworbener Software beim Anwender (IDW RS HFA 11 n.F.) verabschiedet wurde. Im Vergleich zum Entwurf mit Stand vom 25.10.2017 ergaben sich in der finalen Fassung von IDW RS HFA 11 n.F. keine Änderungen. Die Neufassung von IDW RS HFA 11 hat eine Annäherung an die Vorgaben nach DRS 24 zum Ziel.

Die Neufassung des IDW RS HFA 11 ersetzt die bisherige Stellungnahme vom 23.06.2010. Wesentliches Ziel der Neufassung ist die Anpassung von Tz. 16 des Standards an den DRS 24 „Immaterielle Vermögensgegenstände im Konzernabschluss“, welche die bilanzielle Behandlung der Maßnahmen zur Erweiterung oder Verbesserung von Software regelt.

IDW RS HFA 11 n.F. umfasst Regelungen zur Bilanzierung entgeltlich erworbener Software beim Anwender. In seiner Stellungnahme zur Rechnungslegung „Bilanzierung entgeltlich erworbener Software beim Anwender“ beantwortet der HFA des IDW die Frage, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe Ausgaben, die im Zusammenhang mit Software anfallen, in einem nach Handelsrecht aufgestellten Jahresabschluss des Softwareanwenders zu aktivieren oder direkt als Aufwand zu erfassen sind.

Die Neufassung des IDW RS HFA 11 ist vor allem der Neufassung von DRS 24 „Immaterielle Vermögensgegenstände im Konzernabschluss“ geschuldet, der erstmals auf Konzernabschlüsse, welche nach dem 31.12.2016 beginnen, anzuwenden ist. Danach hat die bilanzielle Behandlung von Aufwendungen, die der Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung von Software dienen, in Zukunft gemäß dem in § 246 Abs. 3 Satz 1 HGB geforderten Grundsatz der Ansatzstetigkeit, analog zu der Behandlung der Aufwendungen für die ursprüngliche Software zu erfolgen. Dies gilt unabhängig davon, ob das wirtschaftliche Risiko einer erfolgreichen Realisierung der Erweiterungs- oder Verbesserungsmaßnahmen beim Softwareanwender oder einem Dritten liegt. Nach IDW RS HFA 11 n.F. erhöhen Aufwendungen für eine Modifikation der Software, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt, entweder durch Erwerb oder als selbst geschaffene Software aktiviert wurde, nachträglich den Restbuchwert der bereits aktivierten Software. Demgegenüber gilt für eine zu einem früheren Zeitpunkt selbst geschaffene Software, deren Aufwendungen für die Herstellung nicht nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB aktiviert wurden, dass auch die Aufwendungen für die spätere Modifikation sofort und in voller Höhe erfolgswirksam zu erfassen sind. Spätere Aufwendungen für die Modifikation einer Software teilen demnach das (Aufwands-)Schicksal der ursprünglich und zeitlich vorgelagert erfassten Beträge.

Die Neufassung ersetzt den IDW RS HFA 11 i.d.F. vom 23.06.2010 und sieht eine verpflichtende Anwendung des neuen Standards für Abschlüsse, deren Berichtsperiode nach dem 31.12.2017 beginnt, vor. Software, die bis zum Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung angeschafft oder selbst geschaffen wird, darf weiterhin nach den Regelungen des IDW RS HFA 11 i.d.F. vom 23.06.2010 bilanziert werden. Eine frühzeitige Anwendung von IDW RS HFA 11 n.F. ist jedoch zulässig, sofern die darin enthaltenen Regelungen vollständig beachtet werden (vgl. IDW PS 201, Tz. 16a). Eine Anwendung von IDW RS HFA 11 n.F. auf die Jahres- und Konzernabschlüsse für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, ist sinnvoll, um den Gleichklang mit DRS 24 zu erreichen.

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