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Neue Stellungnahme IDW RS HFA 7 zur Rechnungslegung von Personengesellschaften

IDW, Personengesellschaften, Rechnungslegung
Autor: Dr. Julia Busch

Das IDW hat seine Rechnungslegungsgrundsätze für Personengesellschaften in IDW RS HFA 7 aktualisiert und insbesondere und die Bilanzierungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Abfindungen durch die Gesellschaft erweitert. Die Vorschriften sind erstmals für nach dem 31.12.2018 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden.

Der Hauptfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) hat Ende November 2017 die Neufassung seines Rechnungslegungsstandards IDW RS HFA 7 zur handelsrechtlichen Rechnungslegung bei Personenhandelsgesellschaften verabschiedet, die Anfang Februar veröffentlicht wurde.

Eine zentrale Änderung in den Regelungen des Standards besteht in einer neuen bzw. erweiterten Ansicht, wie das Ausscheiden eines Gesellschafters aus einer Personenhandelsgesellschaft gegen Abfindung durch die Gesellschaft abzubilden ist. In der Vergangenheit war nach Ansicht des IDW in diesem Fall eine anteilige Aktivierung der im Zeitpunkt des Ausscheidens bei der Gesellschaft vorhandenen stillen Reserven einschließlich eines Geschäfts- oder Firmenwerts vorzunehmen.

Gemäß der aktuellen Auffassung wird nun eine Verrechnung des Abfindungsbetrags, der an den ausscheidenden Gesellschafter gezahlt wird, mit dem Eigenkapital – d.h. den ggf. vorhandenen Rücklagen oder auch proportional mit den Kapitalkonten der verbleibenden Gesellschafter – präferiert. Damit wird das bilanzielle Eigenkapital des Unternehmens um den Abfindungsbetrag gemindert. Dies soll für den Fall, dass aus der Verrechnung negative Kapitalkonten der verbleibenden Gesellschafter entstehen, nicht zu einem Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung nach § 172 Abs. 4 HGB führen. Die bislang vorgesehene Bilanzierungsweise bleibt zudem alternativ weiterhin zulässig, so dass eine unternehmensindividuelle Entscheidung über die Vorgehensweise unter Berücksichtigung bilanzpolitischer Zielsetzungen getroffen werden kann.

Weiterhin wurden die Regelungen in IDW RS HFA 7 an die aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen angepasst, die insbesondere durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie auch die Neuregelung zur Bewertung von Pensionsrückstellungen modifiziert wurden.

Gegenüber dem Entwurf wurde die Stellungnahme nur noch geringfügig verändert, indem z.B. noch eine Klarstellung aufgenommen wurde, dass anders als die Anhangangaben zur Ausschüttungssperre in § 285 Nr. 28 HGB der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB auch von Personenhandelsgesellschaften im Anhang oder unter der Bilanz anzugeben ist.

Während im Entwurf noch eine Erstanwendung ab 2018 vorgesehen war, sind die geänderten Regeln nun erstmals für nach dem 31.12.2018 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden. Eine freiwillige frühere Anwendung ist zulässig, aber an die vollständige Beachtung der Regelungen des IDW RS HFA 7 gebunden.

 

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