Aktualisierung von IDW RS HFA 44

IDW, Konzernabschluss, Rechnungslegung
Autor: Dr. Julia Busch

Das IDW hat eine punktuelle Überarbeitung von IDW RS HFA 44 vorgenommen, der sich mit Vorjahreszahlen im handelsrechtlichen Konzernabschluss und Änderungen des Konsolidierungskreises beschäftigt. Die Überarbeitung findet unmittelbar Anwendung.

Ende November 2017 hat das IDW punktuelle, überwiegend redaktionelle Änderungen in IDW RS HFA 44 vorgenommen, die Anfang Februar 2018 veröffentlicht wurden und unmittelbar anwendbar sind. IDW RS HFA 44 beschäftigt sich mit den Anforderungen an die Angabe von Vorjahreszahlen im handelsrechtlichen Konzernabschluss sowie auch mit der Konzernrechnungslegung bei Änderungen des Konsolidierungskreises.

Die Überarbeitung der Regelungen in IDW RS HFA 44 dient der Anpassung an die gesetzlichen Änderungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). Dabei werden der Umfang der einzubeziehenden Zahlen bei unterjährigem Erwerb eines Tochterunternehmens klargestellt sowie auch der Umfang der erstmaligen Pflicht zur Konzernrechnungslegung konkretisiert. Diese umfasst – unabhängig von der Frage, ob bei erstmaliger Verpflichtung zur Konzernrechnungslegung aufgrund des Wegfalls einer bisherigen Befreiung Vorjahreszahlen angegeben werden – stets alle Pflichtbestandteile nach § 297 Abs. 1 HGB. Bei Hinzuerwerb eines Tochterunternehmens im Jahr der erstmaligen Konzernrechnungslegung sind die Zahlen zu dessen Erstkonsolidierungszeitpunkt Ausgangspunkt für die Kapitalflussrechnung und den Eigenkapitalspiegel. Die Erträge und Aufwendungen des Mutterunternehmens sind ebenso wie die Ein- und Auszahlungen und Veränderungen des Eigenkapitals für das gesamte erste Konzerngeschäftsjahr zu erfassen.

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