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DRS 26 zu assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss verabschiedet

DRSC, Konzernabschluss, Rechnungslegung
Autor: Dr. Julia Busch

Der HGB-Fachausschuss des DRSC hat im Juli 2018 den Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 26 zur Behandlung von assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss nach HGB verabschiedet. Der Standard wird für die erforderliche Bekanntmachung an das BMJV weitergeleitet. Die verpflichtende Anwendung des neuen Standards ist für nach dem 31.12.2019 beginnende Geschäftsjahre vorgesehen.

DRS 26 konkretisiert die Vorschriften zur Behandlung assoziierter Unternehmen nach den §§ 311 und 312 HGB, welche die Equity-Methode im Konzernabschluss regeln, und soll Anwendungshilfen im Zusammenhang mit den hierzu bestehenden wesentlichen Zweifelsfragen bieten.

Neben den Kriterien für das Bestehen eines assoziierten Unternehmens einschließlich des Vorliegens eines maßgeblichen Einflusses werden die Anforderungen konkretisiert, die an den letzten verfügbaren Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens zu stellen sind, der der Equity-Bewertung zugrunde gelegt wird. Über die Regelungen zur Zugangs- und Folgebewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen hinaus finden sich Anwendungshinweise zur Werthaltigkeitsbeurteilung, zum Umgang mit negativen Wertansätzen sowie Regelungen zu den Anhangberichtspflichten.

Gegenüber dem vorausgehenden Standardentwurf E-DRS 34 wurden in DRS 26 neben redaktionellen Anpassungen noch zwei inhaltliche Änderungen vorgenommen; diese betreffen die negative Assoziierungsvermutung und die Berücksichtigung von Kapitalmaßnahmen beim assoziierten Unternehmen. Ein Anteilsbesitz von weniger als 20 % ist demnach nur ein Indikator dafür, dass kein assoziiertes Unternehmen vorliegt; eine einzelfallbezogene Würdigung der Gesamtumstände ist dennoch erforderlich. Kapitalmaßnahmen beim assoziierten Unternehmen sind – sofern die entsprechenden Informationen vorliegen – auch dann zu berücksichtigen, wenn sie erst nach dem der Equity-Bewertung zugrunde liegenden Stichtag, jedoch vor dem Konzernabschlussstichtag erfolgen.

Mit DRS 26 hat das DRSC eine Nachfolgeregelung zum aktuell anzuwendenden DRS 8 zu assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss erarbeitet. Die verpflichtende Anwendung des neuen Standards ist für nach dem 31.12.2019 beginnende Geschäftsjahre vorgesehen. Die verabschiedete Fassung von DRS 26 wird dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz für die erforderliche Bekanntmachung weitergeleitet.

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