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DRS 26 zu assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss bekanntgemacht

DRSC, Konzernabschluss, Rechnungslegung
Autor: Dr. Julia Busch

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat am 16.10.2018 den Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 26 zur Behandlung von assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss nach HGB bekannt gemacht. Die verpflichtende Anwendung des neuen Standards ist für nach dem 31.12.2019 beginnende Geschäftsjahre vorgesehen.

DRS 26 konkretisiert als Nachfolgestandard zu DRS 8 die Vorschriften zur Behandlung assoziierter Unternehmen nach den §§ 311 und 312 HGB, in denen die Equity-Methode im Konzernabschluss reglementiert ist. Die Zielsetzung des Standards besteht unter anderem darin, für Konzernabschlüsse nach den handelsrechtlichen Regelungen Anwendungshilfen im Zusammenhang mit den wesentlichen Zweifelsfragen zu assoziierten Unternehmen bzw. zur Equity-Bewertung zu bieten.

Zunächst beinhaltet DRS 26 Kriterien für das Vorliegen eines assoziierten Unternehmens. In diesem Rahmen erfährt insbesondere das Vorliegen eines maßgeblichen Einflusses eine Konkretisierung. Mit Blick auf die Assoziierungsvermutung ausgehend von der Beteiligungsquote ist ein Anteilsbesitz von weniger als 20 % lediglich ein Indikator dafür, dass kein assoziiertes Unternehmen vorliegt; eine einzelfallbezogene Würdigung der Gesamtumstände bleibt dennoch erforderlich.

Über die Regelungen zur Zugangs- und Folgebewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen hinaus finden sich Anwendungshinweise zur Werthaltigkeitsbeurteilung, zum Umgang mit negativen Wertansätzen sowie Regelungen zu den Anhangberichtspflichten. Kapitalmaßnahmen beim assoziierten Unternehmen sind – sofern die entsprechenden Informationen vorliegen – auch dann zu berücksichtigen, wenn sie erst nach dem der Equity-Bewertung zugrunde liegenden Stichtag, jedoch vor dem Konzernabschlussstichtag erfolgen.

Die verpflichtende Anwendung von DRS 26 ist für nach dem 31.12.2019 beginnende Geschäftsjahre vorgesehen. Eine frühere vollumfängliche Anwendung des Standards auf freiwilliger Basis ist zulässig und wird empfohlen. Mit der erfolgten Bekanntmachung durch das BMJV gelten die Regelungen des DRS 26 als Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung.

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