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IFRS-Update 2019: ab 2019 neu anzuwendende IFRS

IAS 19, IAS 28, IFRS 9, IFRS 16, IFRIC 23, Annual Improvements Project 2015-2017
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

Zum Jahreswechsel 2019 sahen sich die IFRS-Bilanzierer wieder mit Änderungen in verschiedenen Regelungen konfrontiert, die ab dem 01.01.2019 ihre Gültigkeit entfalten sollten. Beispielsweise ist der neue IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ in 2019 erstmals verpflichtend anzuwenden, was die bedeutsamste Veränderung darstellt. Auch die Interpretation IFRIC 23 „Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung“ gilt zum ersten Mal für das kalenderjahrgleiche Geschäftsjahr 2019. Aktuell (Stand Mitte Februar 2019) wurden aber noch nicht alle der neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen bereits durch die EU endorsed (d.h. in EU-Recht übernommen). Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die EU letztendlich einen abweichenden Erstanwendungszeitpunkt für einzelne Neuerungen festlegen wird.

Die Änderungsdynamik der internationalen Rechnungslegungsnormen ist ungebrochen. Für die Unternehmenspraxis ist es wichtig, nicht nur die inhaltlich neuen oder veränderten Anforderungen im Blick zu behalten, sondern darüber hinaus auch darüber Bescheid zu wissen, wann diese erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Hierbei gilt es besonders, auch auf das EU-Endorsement zu achten, denn für die IFRS-Bilanzierer in der EU ist die damit verbundene Anerkennung der internationalen Regelungen eine unabdingbare Voraussetzung für deren Rechtsverbindlichkeit. Nicht zuletzt deswegen ist es wichtig, den Prozess der Änderungen in der IFRS-Rechnungslegung unter verschiedenen Aspekten laufend zu verfolgen, um so jederzeit über die entsprechende maßgebliche Erstanwendung der Vorschriften – und ggf. bereits vorher eintretende Verpflichtungen – informiert zu sein.

Überblicksartig sind die folgenden neuen und geänderten Standards bzw. Interpretationen mit Erstanwendung gemäß IASB zum 01.01.2019 (bei kalenderjahrgleichem Geschäftsjahr) zu beachten:

  • Änderungen von IAS 19 betreffend Planänderungen, Plankürzungen oder Planabgeltungen (Endorsement für Q1/2019 erwartet).
  • Änderungen von IAS 28 betreffend langfristige Investments in assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bezüglich der Anwendbarkeit von IFRS 9 (Endorsement am 08.02.2019 erfolgt).
  • Änderungen von IFRS 9 betreffend Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Kompensation (Endorsement am 22.03.2018 erfolgt).
  • Erstmalige Anwendung von IFRS 16 mit umfangreichen (Neu-)Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen (Endorsement am 31.10.2017 erfolgt).
  • Erstmalige Anwendung von IFRIC 23 zur Klarstellung, wie die in IAS 12 festgelegten Ansatz- und Bewertungsvorschriften bei Unsicherheit hinsichtlich der ertragsteuerlichen Behandlung anzuwenden sind (Endorsement am 23.10.2018 erfolgt).
  • Erstmalige Anwendung der Änderungen aus dem Annual Improvements Project 2015-2017 (Endorsement für Q1/2019 erwartet). Im Einzelnen handelt es sich um

    • Änderungen in IAS 12 bzgl. des Ausweises von ertragsteuerlichen Auswirkungen von Dividendenzahlungen,
    • eine Klarstellung in IAS 23 bzgl. bestimmter Fremdkapitalkosten,
    • eine Klarstellung in IFRS 3 bzgl. der Bewertung bei Kontrollerlangung nach zuvor gemeinschaftlicher Tätigkeit i.S.v. IFRS 11 sowie
    • eine Klarstellung in IFRS 11 bzgl. der Bewertung bei Erlangung von Joint Control.

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