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ED/2019/3 zur Anpassung von IFRS 3 veröffentlicht

IFRS, Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS-Rahmenkonzept, Eventualforderungen
Autor: Dr. Julia Busch

Im Mai 2019 hat das IASB den Exposure Draft ED/2019/3 mit vorgeschlagenen Ergänzungen zu IFRS 3 veröffentlicht. Gegenstand der zur Diskussion stehenden punktuellen Änderungen des Standards sind eine Anpassung des Verweises auf das IFRS-Rahmenkonzept sowie daraus resultierende Folgeänderungen. Die Kommentierungsfrist zu ED/2019/3 endet am 27.09.2019.

Im März 2018 hatte das IASB das Projekt zur Überarbeitung des IFRS-Rahmenkonzepts abgeschlossen und die Neufassung publiziert. Im Nachgang zu diesem Projekt erfolgte eine sukzessive Überprüfung der in den IFRS enthaltenen Verweise auf das IFRS-Rahmenkonzept, um diese ohne ungewollte Folgeänderungen aktualisieren zu können. Dies galt auch für den in IFRS 3 enthaltenen Verweis, sodass das IASB vor diesem Hintergrund nunmehr durch ED/2019/3 Anpassungen bzw. Ergänzungen des IFRS 3 in drei Bereichen vorgeschlagen hat.

Zunächst wird der Verweis auf das Rahmenkonzept dahingehend aktualisiert, dass er durch eine Bezugnahme auf die aktuelle, im März 2018 publizierte Fassung des IFRS-Rahmenkonzepts ersetzt wird. Um eine unerwünschte Ausdehnung des Umfangs der anzusetzenden Vermögenswerte und Schulden als Folgewirkung dieser Anpassung zu verhindern, werden Schulden, die dem Anwendungsbereich des IAS 37 oder des IFRIC 21 unterliegen, aus der Anwendung der allgemeinen Ansatzkriterien des Rahmenkonzepts ausgenommen. Stattdessen ist deren Ansatz auch im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses unmittelbar nach den Kriterien des IAS 37 bzw. IFRIC 21 zu beurteilen. So wird verhindert, dass Schulden im Rahmen von IFRS 3 bei einem Unternehmenszusammenschluss erfasst werden, aufgrund der Folgebilanzierung nach IAS 37 bzw. IFRIC 21 aber unmittelbar danach wieder auszubuchen sind. Dies könnte das Entstehen sogenannter „Day 2“-Gewinne oder Verluste zur Folge haben, die aufgrund ihrer fehlenden Aussagekraft hinsichtlich eines ökonomischen Erfolgs verhindert werden sollen. Weiterhin wird das Verbot des Ansatzes von Eventualforderungen, das bislang nur in der Basis for Conclusions, nicht aber im Standardtext selbst enthalten war, explizit in IFRS 3.23A aufgenommen.

Die Neuregelungen durch ED/2019/3 sollen grundsätzlich prospektiv anwendbar sein. Auf eine retrospektive Anwendung wurde unter Kosten-Nutzen-Aspekten verzichtet, wobei eine vorzeitige Anwendung der Neuregelungen zugelassen werden soll. Die Kommentierungsfrist für Stellungnahmen zu ED/2019/3 endet am 27.09.2019.

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