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Digitalisierung der Geschäftsmodelle

Digitalisierung, Rechnungslegung, Geschäftsmodell, Skalierbarkeit, Disruption, Berichterstattung
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

Aufgrund der zunehmenden Einflussnahme der digitalen Transformation auf Gesellschaft und Unternehmen hat sich der Arbeitskreis „Trendwatch“ des IDW im Rahmen des IDW Positionspapiers vom 17.10.2017 mit der Frage der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Geschäftsmodelle befasst. Rechnungslegung, Berichterstattung und Abschlussprüfung müssen sich diesen Herausforderungen stellen.

Die digitale Transformation hat Einfluss auf die gesamte Wertschöpfungskette. Von der Geschäftsidee über die Entwicklung von Produkten oder Dienstleistungen, bis hin zum Kauf und Verkauf sowie der Serviceleistungen sind alle Bereiche der Digitalisierung unterworfen. Bedingt durch die Geschwindigkeit der Transformation und dem hierdurch stetig steigenden Veränderungsdruck werden die Unternehmen an vielen Stellen neue Strukturen und Führungsmodelle implementieren müssen. Junge innovative Unternehmen üben dabei mit ihren revolutionären Geschäftsmodellen und den damit einhergehenden disruptiven Tendenzen am Markt zusätzlichen Druck aus. So ist es keine Seltenheit mehr, dass ein Geschäftsmodell oder gar ein ganzer Markt durch eine stark wachsende Innovation abgelöst bzw. vollständig zerschlagen wird. Die vollständige Auslagerung der Geschäftsprozesse und -funktionen ins Internet führt in der Folge zu einer rasanten Änderung der Angebotsstruktur.

Die meisten Unternehmen dürften sich daher – aufgrund der begrenzten Erfahrung mit den erforderlichen Anpassungen ihres Geschäftsmodells an die digitale Transformation – regelmäßig die folgenden Fragen stellen: Wie sieht der spezifische Markt aus, in dem das Unternehmen künftig agiert? Werden die Märkte, in denen das Unternehmen heute agiert, auch in Zukunft noch dieselben sein? Welche Produkte sind noch relevant und werden nachgefragt?

Durch die Digitalisierung können sich Geschäftsprozesse sehr schnell ändern. Das führt wiederum zu einer steigenden Unsicherheit über die künftige Entwicklung der Rahmenbedingungen, des Marktumfelds und des Unternehmens selbst. Die Unternehmen müssen sich frühzeitig mit den Prozessen der Digitalisierung auseinandersetzen, Wissen über Regularien, Gesetzesvorschriften, Datenschutzbestimmungen und technologische Anforderungen aufbauen sowie in das notwendige Know-How der Mitarbeiter investieren. Es ist daher von existenzieller Bedeutung, sich rechtzeitig mit den Chancen und Risiken der digitalen Transformation auseinanderzusetzen und die entsprechenden Weichen für die Zukunft zu stellen. Diesen Herausforderungen müssen sich auch Rechnungslegung, Berichterstattung und Abschlussprüfung stellen.

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