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Handelsrechtliche Bilanzierung von Altersversorgungsverpflichtungen

Pensionsrückstellungen, IDW RS HFA 30, Niedrigzinsniveau
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

In der jüngsten Vergangenheit unterlagen die Bilanzierung und Bewertung von Pensionsrückstellungen diversen (äußeren) Einflüssen. Insbesondere zu nennen sind die laufende Rechtsprechung, gesetzliche Neuregelungen und auch das derzeit weiterhin anhaltende (Niedrig-) Zinsniveau.

Die Bilanzierung von Altersversorgungsverpflichtungen gehört zu einem der komplexesten Themenfeldern der (handelsrechtlichen) Rechnungslegung und Berichterstattung. Neben der laufenden Rechtsprechung und den gesetzlichen Neuregelungen üben auch makroökonomische Einflüsse – wie bspw. das Niedrigzinsumfeld – maßgeblichen Einfluss auf die Pensionsrückstellungen.

Grundsätzlich haben Altersversorgungsverpflichtungen einen langfristigen Charakter, wodurch diese mit dem Barwert anzusetzen sind. Aufgrund der Diskontierung ergeben sich damit bei niedrigeren Zinsen automatisch steigende Pensionsrückstellungen. Diese Problematik führt – durch das anhaltende Niedrigzinsniveau – dazu, dass regelmäßig die Altersversorgungsverpflichtungen das Bilanzbild dominieren. Die mit den hohen Barwerten korrespondierenden Aufwendungen belasten zudem das Unternehmensergebnis. Diesem Umstand hat sich der Gesetzgeber – und in Reaktion darauf auch das IDW mit dem IDW RS HFA 30 – angenommen und die Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen angepasst, sodass der Zinssatz (vorübergehend) erhöht wird. Damit einher gehen jedoch auch einige neue Verpflichtungen, die Bilanzierende und Berater verpflichtend ab dem kalendergleichen Geschäftsjahr 2016 anzuwenden haben.

Aufgrund laufender Neuerungen bleibt die Bilanzposition der Pensionsrückstellungen auch zukünftig im Wandel. Bilanzierende und Berater müssen mit dieser Dynamik Schritt halten, um ein zutreffendes Bilanzbild bzw. Ergebnis ausweisen zu können. Weiterhin werden im Einzelfall die Pensionsverpflichtungen sowie die damit zusammenhängenden Aufwendungen den Vermögens- und Ergebnisausweis vieler deutscher Unternehmen und Konzerne bestimmen.

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