News

A4S Accounting Bodies Network (ABN): Beste­hende Stan­dards sind auf klima­bezogene Risiken anzuwenden

Das A4S Accounting Bodies Network (ABN), dem auch das Institut der Wirtschafts­prüfer (IDW) angehört, hat eine Erklärung zum Umgang mit klima­bezogenen Risiken in der Bericht­erstat­tung veröffentlicht. Darin stimmt es mit dem International Accounting Standards Board (IASB) überein und legt fest, dass die bestehenden Standards auf Klimarisiken anzuwenden sind. Darüber hinaus beinhaltet die Erklärung einen Drei-Punkte Plan, der festlegt, wie das ABN seine Mitglieder aus den rechnungslegenden und prüfenden Berufen bei der Umsetzung der Berichterstattung über Klimarisiken unterstützen wird.

Mit der Erklärung zum Umgang mit klimabezogenen Risiken in der Berichterstattung knüpft das ABN an den von ihr im Februar 2020 veröffentlichten Aufruf an, dass seine Mitglieder die Unternehmen bei einem angemessenen Umgang mit dem Klimawandel unterstützen sollen. In seiner jetzt veröffentlichten Erklärung erneuern sie diesen Aufruf und heben noch einmal das große Risiko eines Klimawandels für das gesamte Wirtschafts- und Finanzsystem hervor. Mit dem Ziel, dieses Risiko zu reduzieren, ist es laut der Erklärung des ABN von großer Bedeutung, dass in der Berichterstattung eines Unternehmens Informationen zum Einfluss des Klimawandels auf dessen Geschäftsmodell berücksichtigt werden. Nur so kann die Gesamtrisikosituation eines Unternehmens für die Adressaten der Berichterstattung ausreichend abgebildet werden.

Das ABN nimmt in seiner Erklärung auch Bezug auf einen Beitrag des IASB indem hervorgehoben wird, dass die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken von großer Relevanz sein können und daher angemessen in der Berichterstattung der Unternehmen Eingang finden müssen. Da die Wirtschaftsprüfer einen großen Beitrag bei der Berichterstattung leisten, kommt ihnen laut dem IASB eine wichtige Rolle zu, um die Klimarisiken ordnungsmäßig zu berücksichtigen. 

In der Erklärung des ABN ist auch ein Drei-Punkte-Plan enthalten, in welchem sich das ABN verpflichtet, seine Mitglieder aus den rechnungslegenden und prüfenden Berufen bei der Umsetzung der Berichterstattung über Klimarisiken zu unterstützen. So will das ABN Orientierungshilfen der Standardsetter zu den IFRS, ISA und IPSAS über den Umgang mit Klimarisiken veröffentlichen, seine Mitglieder für die Umsetzung dieser Orientierungshilfen fortbilden und mit den Standardsettern zusammenarbeiten, um potenzielle Lücken in Bezug auf Klimarisiken zu schließen.

Das IDW hält dabei vor allem die Weiterentwicklung der nichtfinanziellen Berichterstattung hin zu einer integrierten Unternehmensberichterstattung für notwendig und hat zu diesem Themenbereich bereits im Jahr 2018 Positionspapiere zum Bereich Sustainable Finance und der Zukunft der (nichtfinanziellen) Berichterstattung veröffentlicht. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, dass künftig eine klimabezogene Berichterstattung immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Dieser Befund deckt sich mit den Überlegungen der EU-Kommission, die bereits im Juni 2019 Leitlinie zur Berichterstattung über klimabezogene Informationen veröffentlicht hat.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Advisory Valuation

Basiszinssatz nach IDW S 1 zum 01.12.2021 weiter­hin bei gerun­det 0,10 %

Der Basiszinssatz nach IDW S 1 bleibt zum 01.12.2021 wie bereits im Vormonat bei gerundet 0,10 %. Ungerundet steigt der Basiszinssatz leicht von 0,124 % auf 0,144 %. Der für Zwecke von (Unternehmens-)Bewertungen relevante Basiszinssatz nach IDW S 1 unterliegt seit mehreren Jahren einem insgesamt fallenden Trend. Nach der grundsätzlich steigenden...
Advisory Valuation

Basiszinssatz

Basiszinssätze nach IDW S 1 i. d. F. 2008 Die folgende Tabelle stellt die Basiszinssätze für Unternehmens­bewertungen nach IDW S 1 i. d. F. 2008 bzw. IDW RS HFA 10 für Bewertungsstichtage, beginnend ab 01.11.2017, dar. Die Zinssätze wurden gemäß Vorgaben des IDW (vgl. WPH Edition, Bewertung und Transaktionsberatung,...
Advisory

Corona-Finanz­hilfen

Unternehmen, die auch weiterhin aufgrund der Corona-Pandemie wesentliche Umsatzausfälle zu verzeichnen haben, können derzeit die Überbrückungshilfe III Plus beantragen. Die Antragsfrist für die Überbrückungshilfe III Plus lief ursprünglich zum 31.12.2021 aus, wurde nun aber bis zum 31.03.2022 verlängert. Gleichzeitig wurde die Frist für die Schlussabrechnungen sämtlicher Corona-Finanzhilfen vom 30.06.2022...
Advisory Audit

Bilanzie­rung von „grünen“ Finanzierungen

Green Bonds bieten die Möglichkeit, Kapitalbeschaffung und -generierung an „grüne“ Projekte zu binden. Zwar gewinnt diese Art der Finanzierung zunehmend an Bedeutung, jedoch erschweren bisher fehlende gesetzliche Regelungen auf nationaler und internationaler Ebene ein einheitliches Vorgehen im Rahmen der Bilanzierung. Mithilfe des European Green Bond Standard (EUGBS) soll diesem...