News

Freistaat Bayern stockt „Corona-Novemberhilfe“ auf

Die Bayerische Staatsregierung hat in der Kabinettssitzung am 10.11.2020 beschlossen, dass die aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellte „Corona-Novemberhilfe“ – für bayerische Unternehmen, die bereits vorher von regionalen, coronabedingten Schließungsmaßnahmen betroffen waren – um bis zu 38 % aufgestockt wird.

Bund und Länder sind momentan mit der konkreten Umsetzung der Novemberhilfe beschäftigt. Ab welchem Zeitpunkt Anträge gestellt und Hilfen ausbezahlt werden, steht momentan noch nicht endgültig fest. Wie bereits bei der Corona-Überbrückungshilfe, ist die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern als Antragsbearbeitungsstelle vorgesehen.

Zusätzlich zu der Novemberhilfe wurde von der bayerischen Staatsregierung ein ergänzendes Förderprogramm mit einem Gesamtumfang von bis zu EUR 50 Mio. geschaffen. Folgende Bedingungen sind kumulativ für die bayerische Lockdown-Hilfe zu erfüllen: 

  • Antragsberichtigt sind nur Unternehmen und Selbstständige aus Landkreisen, die vor dem bundesweiten Lockdown am 03.11.2020 einen lokalen Lockdown ausgerufen haben. Auf folgende Landkreise trifft die Bedingung zu: 
  1. Berchtesgadener Land (ab 20.10.2020), 
  2. Rottal-Inn (ab 27.10.2020), 
  3. Stadt Augsburg (ab 30.10.2020) und
  4. Stadt Rosenheim (ab 30.10.2020). 
  • Es muss bereits erfolgreich die herkömmliche Novemberhilfe des Bundes beantragt worden sein. 

Sofern die Bedingungen erfüllt werden, wir die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes („Novemberhilfe“) wie folgt prozentual aufgestockt: 

  • Berchtesgadener Land: 38,71 %
  • Rottal-Inn: 16,13 %
  • Augsburg: 3,63 % 
  • Rosenheim: 3,63 %

Des Weiteren werden die bestehenden Corona-Maßnahmen des Freistaates Bayern, insbesondere die Kredit- und Eigenkapitalhilfen der LfA Förderbank Bayern, bis zum 30.06.2021 verlängert.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Advisory Nachhaltigkeit

DCGK 2022 mit Fokus auf Nach­haltigkeit

Am 17.05.2022 hat die Regierungskommission den neuen Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK 2022) veröffentlicht, welcher mit seiner Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 27.06.2022 in Kraft getreten ist. Wesentliche Änderungen gegenüber der vorherigen Fassung betreffen die stärkere Betonung des Themas Nachhaltigkeit sowie Anpassungen an die durch das FISG und FüPoG II...
Advisory Valuation

OLG Düsseldorf zur Verwendbarkeit einer Konzern­planung in der Unternehmens­bewertung

Das OLG Düsseldorf hat sich in seinem Beschluss vom 09.05.2022 (I-26 W 3/21) in einem Squeeze-out Verfahren zu den Anforderungen an eine bewertungsrelevante Planung geäußert und in diesem Zusammenhang zur Verwendbarkeit einer Konzernplanung bei einer Unternehmensbewertung. So kann die Zugrundelegung einer aus der Konzernplanung abgeleiteten Planung sachgerecht sein, wenn...
Advisory Audit

Ukraine-Krieg: Fachlicher Hinweis des IDW (3. Update)

Am 09.08.2022 hat der IDW ein 3. Update des erstmals am 08.03.2022 verabschiedeten fachlichen Hinweis zu den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Rechnungslegung und deren Prüfung veröffentlicht (1. Update am 08.04.2022; 2. Update am 14.04.2022). Durch das 3.Update haben sich keine großen Änderungen bezogen auf Umfang und Inhalt des...
Advisory Tax

Steuerabzug nach § 50a EStG bei Software­auftrags­entwicklung

Mit dem BMF-Schreiben vom 02.08.2022 wird auf die am 07.06.2021 in Kraft getretene Änderung des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) reagiert. In der Gesetzesänderung wurden unter anderem die §§ 32a und 41 UrhG in den Katalog der nicht auf Computerprogramme anzuwendenden Vorschriften aufgenommen. Da trotz dieser Änderungen das Urheberrecht an Computerprogrammen weiterhin...