News

IFRS-Konzern­abschlüsse ab 2020: Aktualisierung der ESEF-Taxonomie veröffentlicht

Die EU Kommission hat am 16.12.2019 die Delegierten Verordnung 2019/2100 zur Aktualisierung der ESEF-Taxonomie veröffentlicht. Die Verordnung ist von allen Unternehmen, die ihre IFRS-Konzern­abschlüsse nach der von der EU vorgegebenen ESEF-Taxonomie auszeichnen, zu beachten.

IFRS-Konzern­abschlüsse von Unternehmen aus der Europäischen Union sind ab dem 01.01.2020 aufgrund der „ESEF-Verordnung“ in einem einheitlichen elektronischen Format zu veröffentlichen. Sofern Jahres­abschluss­informationen in dem einheitlichen elektronischen Format zur Verfügung gestellt werden müssen, sind derartige Informationen zu „taggen“, um vor allem die maschinelle Auslesbarkeit zu gewährleisten.

Der Gesetzgeber geht aktuell von ca. 500 WpHG-Inlands­emittenten aus, von denen geschätzt etwa 400 einen Konzernabschluss nach IFRS erstellen, der künftig die iXBRL-Vorgaben erfüllen muss, um die maschinelle Auslesbarkeit der XHTML-Daten zu ermöglichen. Hierbei haben die Unternehmen die Vorgaben der EU zur Gliederung und Auszeichnung der Daten zu beachten.

Am 16.12.2019 hat die EU-Kommission nun eine Verordnung zur Aktualisierung der ESEF-Taxonomie im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht. Es wird hierin festgelegt, dass der Umfang der zu „taggenden“ Anhangangaben sukzessive erweitert wird. Anders als bisher sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2022 beginnen, nicht mehr 244 Anhangangaben, sondern 253 Angaben zu taggen. In Anhang II der veröffentlichten Delegierten Verordnung 2019/2100 vom 16.12.2019 ist mit Verweis auf den jeweiligen IAS/IFRS Standard detailliert aufgeführt, welche Informationen genau zu taggen sind.

Darüber hinaus wurde in der veröffentlichten Delegierten Verordnung die ESEF-Taxonomie an die IFRS-Taxonomie 2019 angepasst. Bisher orientierte sich die ESEF-Taxonomie an der IFRS-Taxonomie aus dem Jahr 2017.

Die mehr als 1.000 Seiten umfassende Verordnung ist abrufbar unter:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:L:2019:326:FULL&from=DE

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Advisory Tax

Forschungs­zulage

Mit dem am 01.01.2020 in Kraft getretenen For­schungs­zulagen­gesetz (FZulG) wird die Forschung und Entwicklung in Deutschland in Form einer Zulage ab dem Jahr 2020 steuerlich gefördert. Im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens ist zunächst ein Antrag auf Bescheinigung der förderfähigen Projekte zu stellen, bevor nach erfolgter Bescheinigung ein weiterer Antrag...
Advisory

Corona-Über­brückungs­hilfe III

Im Rahmen der Corona-Überbrückungshilfe III können Förderungen für Digitalisierungs- und Hygienemaßnahmen beantragt und gewährt werden. Eine weitergehende Konkretisierung dieser förderfähigen Maßnahmen erfolgt nicht. Um diesbezüglich eine möglichst einheitliche Handhabung bei den Bewilligungsstellen zu erreichen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nun eine Positivliste erarbeitet, die einzelne förderfähige Digitalisierungs-...
Advisory Valuation

Hochrech­nung des Börsen­kurses beim Squeeze-out – OLG Frank­furt vom 27.08.2020

Bei der Ermittlung einer angemessenen Barabfindung im Zusammenhang mit einem Squeeze-out stellt der Börsenkurs der Gesellschaft eine Untergrenze für die zu gewährende Abfindung dar, wenn aussagekräftige Börsenkurse vorliegen. Abgestellt wird diesbezüglich regelmäßig auf den nach Handelsvolumen gewichteten Dreimonatsdurchschnittskurs vor Bekanntgabe der Strukturmaßnahme. Mit Beschluss vom 27.08.2020 (Az.: 21 W...
Advisory Audit IT Audit

5. IDW-Update vom 06.04.2021 zum dritten Corona-Hinweis

Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Rechnungslegung, Berichterstattung und Prüfung von Unternehmen bezog das IDW mit seinen fachlichen Hinweisen vom 04.03.2020, vom 25.03.2020 und vom 08.04.2020 Stellung. Der Hinweis vom 08.04.2020 wurde zudem mehrmals aktualisiert und erweitert. Kürzlich veröffentlichte das IDW im April 2021 ein mittlerweile fünftes Update...