News

Abschluss­prüfer­aufsichts­stelle (APAS): Arbeits­programm 2020

Die Abschluss­prüfer­aufsichts­stelle (APAS) hat Anfang Januar 2020 ihr Arbeitsprogramm für dieses Jahr veröffentlicht. Damit informiert sie die Wirtschafts­prüfungs­praxen sowie auch die Öffentlichkeit darüber, welche Schwerpunkte bei den Inspektionen des Jahres 2020 gesetzt werden.

Die APAS übt die berufsstandsunabhängige Aufsicht über die Abschlussprüfer in Deutschland aus. Die von ihr durchgeführten Inspektionen erfolgen risikoorientiert. Umfang und Komplexität der betreffenden Wirtschaftsprüferpraxis werden dabei ebenso berücksichtigt wie laufende Entwicklungen im regulatorischen Umfeld.

Schwerpunkte für die Inspektionen des Qualitäts­sicherungs­systems der Wirtschaftsprüferpraxen sind die folgenden:

  • Umsetzung der Anforderungen aus der EU-Regulierung (vor allem mit Bezug zu den Unabhängigkeitsanforderungen),
  • Rotationsmanagement/Anforderungen an die interne und externe Rotation und Prozesse bei Beteiligungen an Ausschreibungsverfahren,
  • Weiterentwicklung von Prüfungsansätzen bei Einsatz technologischer Innovationen (vor allem bezüglich Tools zur Datenanalyse und des Einsatzes von Stichprobenverfahren bei der Prüfungsdurchführung),
  • interne Nachschau in der Wirtschaftsprüferpraxis (insbesondere in Bezug auf Ursachenanalyse bei Mängeln sowie kontinuierliche Verbesserungsprozesse),
  • Initiativen der Praxen zur Implementierung der International Standards on Quality Management und zur Bestimmung von Qualitätsindikatoren für die Abschlussprüfung.

Neben dem Qualitätsmanagement der Wirtschaftsprüferpraxen sind auch einzelne Prüfungsaufträge Gegenstand der Inspektionen. Auch hier werden die anzuschauenden Aufträge unter Risikogesichtspunkten von der APAS ausgewählt. Gemäß der Informationen zum Arbeitsprogramm werden die Schwerpunkte bei der Inspektion einzelner Prüfungsaufträge folgende Aspekte beinhalten:

  • Umsetzung des risikoorientierten Prüfungsansatzes (einschließlich Prüfung des IKS unter Einbeziehung von IT),
  • Prüfung der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 (Leasingverhältnisse),
  • Prüfung der Anwendung von IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden),
  • Prüfung von geschätzten Werten (vor allem Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten),
  • Einsatz von Datenanalyse-Tools bei der Prüfungsdurchführung.

Die gesamte Verlautbarung der APAS zu ihrem Arbeitsprogramm 2020 mit noch weiteren Konkretisierungen der genannten Inhalte kann auf der Homepage der APAS abgerufen werden.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Audit Tax

Besteuerung von Personen­gesell­schaften: Mitunter­nehmer­stellung eines Nieß­brauchers

Der Arbeitskreis „Besteuerung von Personengesellschaften“ des IDW erörterte in seiner 104. Sitzung am 16.02.2021 aktuelle Probleme bei der Übertragung von Mitunternehmeranteilen unter Nießbrauchsvorbehalt und fordert von der Finanzverwaltung eine verbindliche Klarstellung im Wege eines Anwendungsschreibens. Bei Fragen zur Mitunternehmerstellung des Schenkers bei Übertragung von Mitunternehmeranteilen unter Nießbrauchsvorbehalt bzw. zur...
Advisory Audit IT Audit

5. IDW-Update vom 06.04.2021 zum dritten Corona-Hinweis

Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Rechnungslegung, Berichterstattung und Prüfung von Unternehmen bezog das IDW mit seinen fachlichen Hinweisen vom 04.03.2020, vom 25.03.2020 und vom 08.04.2020 Stellung. Der Hinweis vom 08.04.2020 wurde zudem mehrmals aktualisiert und erweitert. Kürzlich veröffentlichte das IDW im April 2021 ein mittlerweile fünftes Update...
Audit Tax

Die bilan­zielle und ertrag­steuer­liche Behand­lung von Corona-Finanz­hilfen

Die Regelungen rund um die Corona-Finanzhilfen des Bundes und der Länder, wie die Corona-Überbrückungshilfen sowie die November- und Dezemberhilfe, sind von hoher Dynamik gekennzeichnet und führen in diesem Zusammenhang zu hoher Unsicherheit in der Praxis. Dies gilt auch für die hiermit verbundene handelsrechtliche sowie steuerrechtliche Behandlung. Angelehnt an die...
Audit

Sofortab­schrei­bung digi­taler Vermögens­gegen­stände in der Handels­bilanz?

Das IDW hat sich in einer außerordentlichen Sitzung des Fachausschusses Unternehmens­berichterstattung mit den Auswirkungen der Verkürzung der steuerlichen Nutzungsdauer für digitale Vermögensgegenstände für die Handelsbilanz beschäftigt. Mit BMF-Schreiben vom 26.02.2021 (IV C 3 – S 2190/21/10002:013) hat das Bundesfinanzministerium die Nutzungsdauer von Computerhardware und Software auf ein Jahr reduziert. Die Verkürzung der...