News

Verpflichtende ISA-Erstanwendung verschoben

Der Hauptfachausschuss des IDW hat am 26.03.2020 beschlossen, die verpflichtende erstmalige Anwendung der neuen Prüfungsstandards ISA [DE] um ein Kalenderjahr zu verschieben. Maßgeblicher Übergangszeitpunkt ist damit in der Regel die Prüfung der Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2022, die im Jahr 2023 durchgeführt wird.

Die ISA [DE] sind Bestandteil der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und bilden zukünftig – zusammen mit einzelnen weiterhin gültigen IDW Prüfungsstandards (IDW PS) – das Gerüst für die Prüfungsdurchführung in Deutschland. Ursprünglich sollten sie erstmals anzuwenden sein für die Prüfung von Abschlüssen für das Berichtsjahr 2021.

Jüngst hat das IDW jedoch vor dem Hintergrund der Corona-Krise beschlossen, die verpflichtende Erstanwendung um ein Jahr nach hinten zu verschieben. Die ISA [DE] sind nun erstmals verpflichtend anzuwenden für die Prüfung von Abschlüssen für Berichtszeiträume, die am oder nach dem 15.12.2021 beginnen. Sie gelten damit zwingend für die Prüfung der Geschäftsjahre 2022 (bei kalenderjahrgleichem Geschäftsjahr) im Jahr 2023. Ausgenommen davon sind Rumpfgeschäftsjahre, die vor dem 31.12.2022 enden. Mit dieser zeitlichen Verschiebung soll der Berufsstand in der aktuellen Corona-Situation von den Umstellungsmaßnahmen bei der ISA-Einführung entlastet werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine freiwillige vorzeitige Anwendung der ISA [DE] insgesamt weiterhin möglich (erstmals bei der Prüfung von Abschlüssen für das Berichtsjahr 2020).

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Audit Tax

Bilanzierung von Zu­sagen auf Gewäh­rung von Alters­freizeit

Der Fall: Ein Unternehmen gewährt seinen Mitarbeitern neben dem Arbeitsentgelt einen Anspruch auf zusätzliche bezahlte Freizeit für jedes volle Jahr der Betriebszugehörigkeit, welche unmittelbar vor dem Eintritt in den Ruhestand in Anspruch genommen werden kann. Wie sind solche Zusagen von Altersfreizeit im handelsrechtlichen Jahresabschluss abzubilden? Es ist zu untersuchen,...
Advisory Audit

Bilanzie­rung von „grünen“ Finanzierungen

Green Bonds bieten die Möglichkeit, Kapitalbeschaffung und -generierung an „grüne“ Projekte zu binden. Zwar gewinnt diese Art der Finanzierung zunehmend an Bedeutung, jedoch erschweren bisher fehlende gesetzliche Regelungen auf nationaler und internationaler Ebene ein einheitliches Vorgehen im Rahmen der Bilanzierung. Mithilfe des European Green Bond Standard (EUGBS) soll diesem...
Advisory Audit

Offen­legung Jahres­abschluss 2020

Die Unternehmenspublizität nimmt in den Vorschriften des HGB eine zentrale Rolle ein. Zur Einhaltung der gesetzlichen Offenlegungsfrist für das kalenderjahrgleiche Geschäftsjahr 2020 müssen zur Offenlegung verpflichtete Unternehmen spätestens bis zum 31.12.2021 ihren festgestellten Jahresabschluss beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einreichen. Eine gesetzeskonforme Offenlegung des Jahresabschlusses für das Jahr 2020...
Advisory Audit Valuation

Niedrigzins, Unter­nehmens­bewer­tung, Basis­zins, EZB, Infla­tion, Geld­politik

Die Zentralbanken besitzen die geldpolitischen Mittel, um den ansteigenden Verbraucherpreisen entgegenzuwirken und trotzdem wird die aktuelle Inflationsrate in vielen Ländern nicht als Grund angesehen, eine Abkehr der aktuellen Geldpolitik einzuleiten. Das derzeit weiter anhaltende Niedrigzinsniveau und die damit zusammenhängende Geldpolitik der EZB haben unmittelbar Auswirkung auf aktuelle Unternehmenswerte. Das...