News

Corona-Über­brückungs­hilfe III

Neuer Eigenkapitalzuschuss und weitere Verbesserungen

Angesichts der andauernden Einschränkungen in Form von Geschäftsschließungen wird die Corona-Überbrückungshilfe III, für die Anträge bereits seit Mitte Februar 2021 gestellt werden können, erneut modifiziert und ausgeweitet. Hierdurch wird nach Maßgabe der Ministerpräsidentenkonferenz vom 22.03.2021 für die Unternehmen, die besonders schwer und langfristig von den Schließungen betroffen sind, ein ergänzendes Hilfsinstrument in Form eines zusätzlichen Eigenkapitalzuschusses geschaffen. Ferner ergeben sich erneut diverse weitere Anpassungen und Neuregelungen.

Für den neuen Eigenkapitalzuschuss, der zusätzlich zur herkömmlichen Förderung der Corona-Überbrückungshilfe III gewährt wird, qualifizieren sich Unternehmen, die im Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 mindestens drei Monate vorweisen können, in denen ein Umsatzeinbruch von mindestens 50 % vorliegt. Die Höhe der Förderung beträgt für den dritten Monat, in dem der entsprechende Umsatzeinbruch vorliegt, 25 % des im Rahmen der Corona-Überbrückungshilfe III für diesen Monat gewährten Betrags, allerdings ohne Berücksichtigung von Förderungen, die für Personalaufwendungen, für Kosten für Auszubildende, für Kosten für Modernisierungs-, Renovierungs- und Umbaumaßnahmen zur Umsetzung eines Hygienekonzepts, für Investitionen in die Digitalisierung sowie für Marketing- und Werbekosten gewährt werden. In einem etwaigen vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 % steigt der entsprechende, anteilige Eigenkapitalzuschuss auf 35 % an. Für weitere Monate mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 % beträgt dieser Anteil dann 40 %. Die Vorgaben des europäischen Beihilferechts, nach denen die Überbrückungshilfe III nach Maßgabe der Bundesregelung Kleinbeihilfen, der De-Minimis-Verordnung und der Bundesregelung Fixkostenhilfe gewährt werden kann, gelten auch für den neu eingeführten Eigenkapitalzuschuss.

Neben der Einführung eines zusätzlichen Förderinstruments in Form des Eigenkapitalzuschusses werden die allgemeinen Rahmenbedingungen der Corona-Überbrückungshilfe III nochmals angepasst. So wird insbesondere die Fixkostenerstattung der Überbrückungshilfe III für Unternehmen, die einen Umsatzrückgang von mindestens 70 % vorweisen, auf bis zu 100 % erhöht.

Zudem werden eine Vielzahl weiterer (teilweise branchenspezifischer) Detailregelungen eingeführt und geändert.

Die FAQ zur Überbrückungshilfe III werden derzeit in Bezug auf die vorgenommenen Änderungen überarbeitet und sollen zeitnah in überarbeiteter Form veröffentlicht werden. Dort soll dann auch das Verfahren zur Auszahlung des Eigenkapitalzuschusses erörtert werden.

Die Beantragung des Eigenkapitalzuschusses soll wie gewohnt über www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Anträge auf Corona-Überbrückungshilfe III können allerdings schon seit Mitte Februar 2021 gestellt werden; die Beantragungsfrist läuft noch bis zum 31.08.2021. Eine Antragstellung ist nur einmal möglich. Allgemein soll allerdings zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit geschaffen werden, bereits gestellte Anträge nachträglich zu ändern.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Advisory Valuation

Zinsniveau mit beschleunigtem Wachstum zum Jahresende 2022

Der hohe Anstieg des allgemeinen Zinsniveaus prägt bislang das noch laufende Jahr 2022. Besonders spürbar ist der Anstieg beim risikolosen Basiszinssatz nach IDW S 1. Zum 31.12.2021 betrug der risikolose Basiszinssatz noch gerundet 0,10 %. Aktuell (Mitte November 2022) beträgt der risikolose Basiszinssatz gerundet 2,00 %. Hervorzuheben ist, dass...
Advisory Corona

Schlussabrechnungen der Überbrückungs­hilfen III Plus und IV (Paket 2) freigeschalten

Am 15.11.2022 wurde das Bundesportal für die Einreichung des zweiten Pakets der Schlussabrechnung freigeschalten. Damit können nun für alle Antragsteller die verpflichtenden Schlussabrechnungen der Überbrückungs- sowie November- und Dezemberhilfen durch die prüfenden Dritten eingereicht werden. Bereits seit dem 05.05.2022 war das Paket 1 der Schlussabrechnung im Bundesportal freigeschalten. Das Paket 1...
Advisory Tax

Auswirkungen des geplanten JStG 2022 auf das BewG und das ErbStG

Mit dem JStG 2022 soll das im Bewertungsgesetz geregelte Ertrags- und Sachwertverfahren an die geänderte ImmoWertV angepasst werden. Hiermit gehen diverse Änderungen einher, die unmittelbare Auswirkungen auf die Ergebnisse dieser Bewertungsverfahren haben und deshalb einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Hintergrund Die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) wurde mit der Fassung vom 14.07.2021 neu...
Advisory Audit

ESMA veröffentlicht Prüfungs­schwerpunkte für die Jahres­finanz­berichte 2022

Am 28.10.2022 hat die European Securities and Markets Authority (ESMA) ihr Public Statement bezüglich der gemeinsamen europäischen Prüfungsschwerpunkte der nationalen Enforcement-Stellen in der EU veröffentlicht. Hiervon betroffen sind die Jahresfinanzberichte kapitalmarktorientierter Unternehmen nach IFRS für das Geschäftsjahr 2022. In ihrem am 28.10.2022 veröffentlichten Public Statement geht die ESMA auf...