News

Fristände­rung zur Einrei­chung der Schlussab­rechnun­gen für Corona-Hilfen

Im Rahmen der verschiedenen Corona-Hilfsprogramme sind gestellte Anträge und erhaltene Förderungen im Rahmen einer verpflichtenden „Schlussabrechnung“ nochmals zu überprüfen. Die Frist dieser Schlussabrechnungen wurde nun verlängert. Prüfende Dritte können nunmehr bis 30.06.2022 (vorher teilweise 31.12.2021) die Schlussabrechnung für die Überbrückungshilfe I bis III inklusive der Überbrückungshilfe III plus sowie für die November- und Dezemberhilfe einreichen.

In den letzten Monaten wurden von vielen Unternehmen in Deutschland die Corona Hilfsprogramme des Bundes und der Länder (Corona-Überbrückungshilfen I bis III sowie Überbrückungshilfe III plus, Novemberhilfe, Dezemberhilfe) in Anspruch genommen. Seit Juni 2020 besteht für Unternehmen in diesem Zusammenhang durchgehend die Möglichkeit, bei Geltendmachung entsprechender Umsatzausfälle im Rahmen der sogenannten Überbrückungshilfen Förderungen der entstandenen Fixkosten zu erhalten. Zwischenzeitlich wurden zudem auch Umsatzausfälle von durch die bundesweit angeordneten Lockdowns betroffenen Unternehmen im Rahmen der November- und Dezemberhilfen gefördert. Aktuell sind noch Förderungen im Rahmen der Überbrückungshilfe III sowie der Überbrückungshilfe III plus (Antragsfrist jeweils bis spätestens 31.10.2021) möglich.

In allen Corona-Förder-Programmen konnten die Anträge der Unternehmen teilweise auf vorläufigen und/oder geschätzten Werten gestellt werden, um möglichst schnelle Förderungen gewährleisten zu können. Vor diesem Hintergrund haben alle Hilfsprogramme gemeinsam, dass die beantragten und erhaltenen Förderungen im Rahmen einer sogenannten Schlussabrechnung jeweils nochmals anhand der dann bekannten IST-Zahlen überprüft und bestätigt werden müssen. Dabei kann es für die Unternehmen sowohl zu Rückzahlungsverpflichtungen als auch zu zusätzlichen Förderungen kommen.

Die Fristen der Schlussabrechnungen der zahlreichen Förderprogramme waren bislang unterschiedlich. Diesem Umstand wurde nun Rechnung getragen und die Fristen für die jeweils erforderliche Schlussabrechnung entsprechend vereinheitlicht. Die Schlussabrechnungen für die Überbrückungshilfe I, II und III inklusive der Überbrückungshilfe III plus sowie die November- und Dezemberhilfe sind nunmehr einheitlich bis zum 30.06.2022 vorzunehmen.

Erfolgt keine Schlussabrechnung, ist die Corona-Überbrückungshilfe in gesamter Höhe zurückzuzahlen. Rückzahlungen bereits ausgezahlter Zuschüsse sind bis zur Schlussabrechnung grundsätzlich nicht zu verzinsen. Eine Verzinsung könnte allerdings in solchen Fällen eintreten, wenn nach der Rückforderung die dort gesetzten Zahlungsziele nicht eingehalten werden oder Subventionsbetrug begangen wurde. Die Schlussabrechnung erfolgt wie die Antragstellung über die prüfende Dritte oder den prüfenden Dritten über das digitale Antragsportal des Bundes. Weitere Einzelheiten zur Schlussabrechnung wurden bislang noch nicht bekanntgegeben. Den Unternehmen, die Corona-Hilfen im Rahmen der einzelnen Programme beantragt haben, wird empfohlen, die relevanten IST-Zahlen rechtzeitig zusammenzustellen, um die Schlussabrechnung vorzeitig einreichen zu können. Dies führt zu einer schnelleren Rechtssicherheit bezogen auf die gewährten Förderungen und minimiert die Risiken einer nicht rechtzeitigen Abgabe der Schlussabrechnung.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Advisory Audit Corona

IDW veröffentlicht fachlichen Hinweis zur Schluss­abrechnung für die Corona-ÜH

Am 26.09.2022 veröffentlichte das IDW einen fachlichen Hinweis für prüfende Dritte zu den von den prüfenden Dritten einzureichenden Schlussabrechnungen. Der fachliche Hinweis ist in Anbetracht dessen, dass das erste Paket der Schlussabrechnungen (Paket I) bereits seit dem 05.05.2022 eingereicht werden kann, besonders zu begrüßen. Der am 26.09.2022 veröffentlichte fachliche...
Advisory Tax

Bundestag beschließt ermäßigten Umsatz­steuersatz in der Gastronomie

Im Rahmen des Gesetzes zur Änderung von Verbrauchsteuergesetzen hat der Bundestag am 22.09.2022 neben der Umsetzung der EU-Alkoholstrukturrichtlinie auch die Verlängerung der Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (mit Ausnahme der Abgabe von Getränken) als Teil des dritten Entlastungspaketes der Bundesregierung bis Ende 2023 beschlossen. Mit dem...
Advisory Tax

BMF-Entwurf: Befristete Absenkung des Umsatz­steuer­satzes für Gas­lieferungen

Am 22.09.2022 hat das BMF den Entwurf eines Schreibens zur befristeten Absenkung des Umsatzsteuersatzes auf 7 % für Lieferungen von Gas über das Erdgasnetz, die zum 01.10.2022 in Kraft treten soll, veröffentlicht. Hintergrund ist der im dritten Entlastungspaket enthaltene Beschluss, dass der Umsatzsteuersatz für Gaslieferungen vorübergehend (01.10.2022 bis 31.03.2024)...
Advisory Valuation

Fed erhöht Leitzins um 0,75 Prozentpunkte

Die US-Notenbank Fed hat nach Juni und Juli 2022 zum dritten Mal in Folge den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte erhöht. Insgesamt hat die Fed den Leitzins allein im Jahr 2022 zum fünften Mal erhöht. Damit liegt der Leitzins in den USA aktuell in einer Spanne zwischen 3,00 % bis...