News

Verlängerte Abgabe­fristen für Steuer­erklärungen

Sukzessive Anpassung der verlängerten Abgabefristen ab dem Veranlagungszeitraum 2022

Am 10.06.2022 hat der Bundesrat dem IV. Corona-Steuerhilfegesetz zugestimmt. Im IV. Corona-Steuerhilfegesetz sind unter anderem die Fristverlängerungen für die Abgabe der Steuererklärungen für beratene Steuerpflichtige für die Veranlagungszeiträume (VZ) 2020 bis 2024 sowie für nicht beratene Steuerpflichtige für die VZ 2020 bis 2023 enthalten. Es ist vorgesehen, die Fristen ab dem VZ 2022 erstmals wieder zu verkürzen, nachdem die Fristen aufgrund der Corona-Pandemie mehrmals verlängert worden sind.

In dem nun vom Bundesrat am 10.06.2022 zugestimmten IV. Corona-Steuerhilfegesetz sind unter anderem Neuregelungen für die Fristen zur Abgabe der Steuererklärungen für beratene Steuerpflichtige für die Veranlagungszeiträume (VZ) 2020 bis 2024 sowie für nicht beratene Steuerpflichtige für die VZ 2020 bis 2023 enthalten.

Die Fristen für die Abgabe der Steuererklärungen für beratene Steuerpflichtige werden bei Ende des Veranlagungszeitraums am 31.12. wie folgt festgelegt:

  • VZ 2020: 31.08.2022 (statt 31.05.2022)
  • VZ 2021: 31.08.2023 (statt 28.02.2023)
  • VZ 2022: 31.07.2024 (statt 29.02.2024)
  • VZ 2023: 31.05.2025 (statt 28.02.2025)
  • VZ 2024: 30.04.2026 (statt 28.02.2026)

Es ist zu erkennen, dass die Fristen für die Abgabe der Steuererklärungen für beratene Steuerpflichtige ab dem VZ 2022 wieder verkürzt werden, nachdem sie aufgrund der Corona-Pandemie mehrmals verlängert worden sind.

Die Fristen für die Abgabe der Steuererklärungen für nicht beratene Steuerpflichtige stellen sich bei Ende des Veranlagungszeitraums am 31.12. wie folgt dar:

  • VZ 2020: 31.10.2021 (statt 31.07.2021)
  • VZ 2021: 31.10.2022 (statt 31.07.2022)
  • VZ 2022: 30.09.2023 (statt 31.07.2023)
  • VZ 2023: 31.08.2024 (statt 31.07.2024)

Auch für nicht beratene Steuerpflichtige ist eine Verkürzung der Fristen ab dem VZ 2022 zu erkennen.

Mit der Verabschiedung des IV. Corona-Steuerhilfegesetzes werden die Fristen für die Abgabe von Steuererklärungen weiter verlängert. Jedoch sollen die Abgabefristen ab dem VZ 2022 wieder verkürzt werden und nähern sich der in der Abgabenordnung im Regelfall vorgesehenen Abgabefrist an.

Ab VZ 2025 (beratene Steuerpflichtige) bzw. VZ 2024 (nicht beratene Steuerpflichtige) würden dann wieder die ursprünglichen Fristen gelten. Dies bedeutet, dass die Abgabefrist für beratene Steuerpflichtige am 28.02.2027 für den VZ 2025 endet und für nicht beratene Steuerpflichtige für den VZ 2024 am 31.07.2024 endet.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Tax Audit

Angemessenheit von Pensions­zusagen

Das Finanzgericht Nürnberg hat mit Urteil 1 K 186/19 vom 20.04.2021 zur Angemessenheit von Pensionszusagen an Minderheits-Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH geurteilt. Dem Urteil des Finanzgerichts lag folgender Tatbestand zu Grunde: Das Finanzamt und die GmbH stritten um die Angemessenheit von Pensionszusagen gegenüber den Minderheitsgesellschafterinnen. Die betroffenen Gesellschafterinnen waren jeweils mit...
Advisory Tax

Bundeskabinett verabschiedet Entwurf eines Inflations­ausgleich­gesetzes (InflAusG)

Das Bundeskabinett hat den vom BMF vorgelegten Entwurf für das Inflationsausgleichgesetz verabschiedet und damit als entsprechenden Regierungsentwurf in das parlamentarische Verfahren eingebracht. Wesentliche Änderungen gegenüber dem Referentenentwurf des BMF sind nicht ersichtlich. Inflationsbedingte Mehrbelastung soll ausglichen werden, indem die Steuerlast an die Inflation angepasst wird. Für rund 48 Millionen...
Advisory Tax

BMF veröffentlicht Referen­tenentwurf zum Inflationsausgleichs­gesetz

Der Referentenentwurf des BMF zum Inflationsausgleichsgesetz (InflAusG) stellt vor allem Maßnahmen zur Aktualisierung der Einkommensteuertarife, zur Anpassung steuerlicher Abzüge von Unterhaltsleistungen und zur gezielten Unterstützung und Entlastung von Familien vor. Es ist angedacht, dass durch die Maßnahmen die inflationsbedingte steuerliche Mehrbelastung vermieden wird. Mit dem Referentenentwurf schließt das BMF...
Tax Audit

Untergang von Verlusten nach § 15a EStG bei Umwandlung

Beim Formwechsel einer Kommanditgesellschaft in eine GmbH gehen bestehende Verluste nach § 15a EStG unter und können bei der späteren Veräußerung der GmbH nicht mit dem Veräußerungsgewinn verrechnet werden, so das Hessische Finanzgericht mit Urteil vom 26.01.2022. Das Hessische Finanzgericht hatte sich im vorliegenden Fall mit folgendem Sachverhalt zu...