News

Corona-Krise: Auswirkungen auf die Abschlussprüfung

Die Corona-Krise beeinflusst nicht nur die Rechnungslegung der Unternehmen, sondern auch die Abschlussprüfung in vielfältiger Art und Weise. Konsequenzen ergeben sich nicht nur für die Durchführung der Prüfung an sich bzw. die Berichterstattung durch den Abschlussprüfer, sondern es kann bspw. auch zu besonderen Fragestellungen rund um die Kommunikation mit dem Aufsichtsorgan oder die Wahl des Prüfers auf einer Hauptversammlung kommen.

Neben den vor allem organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die mit der Corona-Krise einhergehen, ergeben sich auch Auswirkungen auf die Durchführung der Abschlussprüfung selbst sowie auf angrenzende Themengebiete. Gegebenenfalls sind Prüfungshandlungen anzupassen und neue Schwerpunkte zu setzen. Der Grad der Digitalisierung sowohl auf Seiten der Abschlussprüfer als auch der Mandanten spielt eine große Rolle wenn es darum geht, auch in der aktuellen Situation die notwendigen Arbeitsschritte zuverlässig und zeitgerecht ausführen zu können. Zu differenzieren ist darüber hinaus, ob die Verhältnisse bei dem zu prüfenden Unternehmen oder auf Seiten des Abschlussprüfers ursächlich sind für die aktuell besonderen Herausforderungen. 

Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat unter anderem in zwei Fachlichen Hinweisen vom 25.03.2020 und vom 08.04.2020 zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Abschlussprüfer Stellung genommen. Dabei werden insbesondere folgende Bereiche thematisiert: Inventurbeobachtung, elektronischer Dokumentenaustausch und elektronische Prüfungsnachweise, Going-Concern-Beurteilung, Herausforderungen bei der Konzernabschlussprüfung, Auswirkungen auf Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk, Kommunikation mit dem Aufsichtsrat sowie die Problematik einer zeitlich verschobenen Hauptversammlung in Bezug auf die externe Rotation bei der Prüfung von PIE.

 

PDF-Download: Kleeberg_Kurzinformation_Corona_Auswirkungen_auf_die_Abschlusspruefung

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Audit Advisory Valuation

Basiszinssatz nach IDW S 1 bleibt zum 01.03.2024 gerundet bei 2,50 %

Der Basiszinssatz nach IDW S 1 stagniert zum 01.03.2024 bei gerundet 2,50 %. Der ungerundete Basiszinssatz sinkt von 2,49 % zum 01.02.2024 auf 2,39 % zum 01.03.2024. Somit setzt sich der sinkende Trend des Basiszinssatzes der vergangenen Wochen fort. Der für Bewertungszwecke relevante Basiszinssatz hat zum 01.02.2024 nach einem längeren Aufwärtstrend eine...
Audit Advisory

E-DRÄS 14 mit Änderungen des DRS 18 zu latenten Steuern veröffentlicht

Die durch das Ende Dezember 2023 durch das Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz in das HGB aufgenommenen Regelungen beinhalten sowohl eine Ausnahme von der Bildung latenter Steuern als auch korrespondierend eine Ausweitung der Anhangberichtspflichten. DRS 18 zu latenten Steuern soll entsprechend ergänzt werden. Mit dem am 28.02.2024 vorgelegten Entwurf des Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandards Nr. 14...
Tax Audit Advisory

Heilung eines “fehlerhaften” Gewinnabführungs-vertrags

Der BFH äußert sich in seinem Urteil vom 03.05.2023 zur Heilungswirkung nach den Übergangsregelungen in § 17 Abs. 2 i. V. m. § 34 Abs. 10b S. 2 und 3 KStG i. d. F. 2013. Demnach hängt der Eintritt der Heilungswirkung bei „fehlerhaften“ Gewinnabführungsverträgen vom Verhalten des Steuerpflichtigen ab, sodass es in seinem Ermessen liegt, ob er die...
Tax Audit

Zeitpunkt der Besteuerung von Earn-Out-Zahlungen

Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied mit seinem Urteil IV R 9/21 vom 9.11.2023 zur Frage, wann Earn-Out-Zahlungen der Besteuerung zu unterwerfen sind. Im vorliegenden Fall ging es um Kaufpreisbestandteile bei der Veräußerung eines Mitunternehmeranteils. Urteil des BFH vom 9. November 2023 (IV R 9/21) zum Zeitpunkt der Besteuerung von Earn-Out-Zahlungen bei der Veräußerung von...