Die Betriebsprüfer der Länder haben 2025 ein Mehrergebnis von rund 11,2 Mrd. EUR festgestellt, obwohl weniger Prüfer im Einsatz waren. Geprüft wurden 139.205 Betriebe, bei Großunternehmen lag die Prüfungsquote bei 25,8 Prozent. Das BMF hat die Statistik am 22.10.2026 veröffentlicht.
Das Bundesfinanzministerium hat am 22.10.2026 die Statistik zu den Ergebnissen der steuerlichen Betriebsprüfung der Länder für das Jahr 2025 veröffentlicht. Grundlage sind die Meldungen der Länder. Die Statistik umfasst ausschließlich die von den Ländern verwalteten Besitz- und Verkehrssteuern. Einfuhrumsatzsteuer, Zölle, besondere Verbrauchsteuern und Gemeindesteuern sind nicht enthalten.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick
- Prüfer: 2025 waren bundesweit 12.148 Prüferinnen und Prüfer tätig (Vorjahr: 12.359).
- Mehrergebnis: Die Prüfungen erbrachten rund 11,2 Mrd. EUR (Vorjahr: rund 10,9 Mrd. EUR). Davon entfielen 7,2 Mrd. EUR auf Großbetriebe.
- Geprüfte Betriebe: Von 8.832.707 Betrieben in der Betriebskartei der Finanzämter wurden 139.205 geprüft. Das entspricht einer durchschnittlichen Prüfungsquote von 1,6 Prozent.
- Sonstige Fälle: Zusätzlich gab es 8.828 Prüfungen in sonstigen Fällen, etwa bei Steuerpflichtigen mit bedeutenden Einkünften, bei Verlustzuweisungsgesellschaften oder Bauherrengemeinschaften.
Mehrergebnis nach Steuerarten
Den größten Anteil am Mehrergebnis hat die Körperschaftsteuer mit 29,8 Prozent (3,3 Mrd. EUR), gefolgt von der Gewerbesteuer mit 25,3 Prozent (2,8 Mrd. EUR). Die Einkommensteuer trägt 24,4 Prozent bei, die Umsatzsteuer 12,6 Prozent. Auf die sonstigen Steuern entfallen 7,9 Prozent.
Fazit
Das Mehrergebnis stieg 2025 trotz weniger Prüfer und etwas weniger geprüfter Betriebe leicht von rund 10,9 auf rund 11,2 Mrd. EUR. Der Zuwachs stammt nicht von den Großbetrieben, deren Mehrergebnis von 7,6 auf 7,2 Mrd. EUR zurückging. Er stammt aus den übrigen Prüfungsbereichen: Mittel-, Klein- und Kleinstbetriebe sowie sonstige Fälle erbrachten zusammen rund 4,0 Mrd. EUR nach rund 3,3 Mrd. EUR im Vorjahr.
Nach Steuerarten legten vor allem die Körperschaftsteuer (3,3 nach 3,0 Mrd. EUR) und die Einkommensteuer (rund 2,7 nach 2,4 Mrd. EUR) zu. Die Gewerbesteuer ging dagegen von 3,1 auf 2,8 Mrd. EUR zurück, während die Umsatzsteuer mit rund 1,4 Mrd. EUR stabil blieb. Die Prüfungsquote bleibt mit 1,6 Prozent insgesamt niedrig.