Die Bundesregierung will Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Unternehmen angesichts der hohen Kraftstoffpreise entlasten. Ab Oktober soll die Energiesteuer gesenkt werden. Für 2027 ist zudem ein vorübergehender Preisdeckel für Kraftstoffe geplant.
Bundesregierung beschließt neues Paket gegen hohe Spritpreise
Die Bundesregierung plant weitere Maßnahmen gegen die hohen Kraftstoffpreise. Ab dem 1. Oktober 2026 soll die Energiesteuer bis zum Jahresende sinken. Die Bundesregierung reduziert die Steuer um 14 Cent je Liter. Zusammen mit der eingesparten Umsatzsteuer ergibt sich eine Entlastung von rund 17 Cent je Liter. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür rund 2,5 Milliarden Euro bereit.
Mit der Maßnahme will die Bundesregierung die Folgen der gestiegenen Kraftstoffpreise abfedern. Viele Menschen und Unternehmen sind auf das Auto angewiesen. Bereits im Mai und Juni 2026 hatte der Bund die Energiesteuer vorübergehend reduziert. Nach Angaben der Monopolkommission und des Bundeskartellamts kam die damalige Entlastung größtenteils bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an.
Auch gegen überhöhte Kraftstoffpreise will die Bundesregierung stärker vorgehen. Das Bundeskartellamt hat deshalb Verfahren gegen alle Raffineriebetreiber in Deutschland eingeleitet. Außerdem soll das Kartellrecht weiter verschärft werden. Die Behörden sollen dadurch Preise und Kosten der Mineralölwirtschaft genauer überprüfen können.
Für 2027 sind weitere Schritte geplant. Die Bundesregierung will mit der Mineralölwirtschaft über einen vorübergehenden Spritpreisdeckel sprechen. Dieser soll spätestens am 1. Januar 2027 starten. Dabei soll die Versorgung mit Kraftstoffen gesichert bleiben. Zusätzlich plant die Bundesregierung weitere Maßnahmen für Menschen und Unternehmen, die besonders unter der Krise leiden.