News

DRÄS 9 durch das BMJV bekanntgemacht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat am 09.04.2020 DRÄS 9 bekanntgemacht, der Anpassungen in DRS 17 und DRS 20 beinhaltet. Diese stehen insbesondere im Zusammenhang mit den Änderungen aufgrund des ARUG II. Der Änderungsstandard trat mit der erfolgten Verabschiedung durch das DRSC in Kraft.

Der Deutsche Rechnungslegungs Änderungsstandard DRÄS 9 beinhaltet Anpassungen in DRS 17 und DRS 20, die insbesondere im Zusammenhang mit den Änderungen aufgrund der Vorschriften des ARUG II stehen. Nach Ende der Kommentierungsfrist im August 2019 und Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen hatte das DRSC Ende Oktober 2019 DRÄS 9 verabschiedet. 

Die verabschiedeten Änderungen im Zusammenhang mit dem ARUG II standen dabei unter zwei wesentlichen Vorbehalten. Der erste dieser Vorbehalte bezog sich darauf, dass die im Regierungsentwurf zum ARUG II enthaltenen Neuregelungen zum (Konzern-)Anhang und (Konzern-)Lagebericht, die Grundlage der Erarbeitung von DRÄS 9 waren, deckungsgleich in das endgültige ARUG II einfließen. Da zudem zum Zeitpunkt der Verabschiedung noch offen war, welchen Erstanwendungszeitpunkt das Gesetz für die betreffenden Regelungen vorsieht, wurde als zweiter Vorbehalt bei der Verabschiedung von DRÄS 9 der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen in DRS 17 und DRS 20 nicht konkret benannt. Gemäß der bekanntgemachten Fassung gelten die Änderungen in DRS 17 und DRS 20 erstmals für nach dem 31.12.2020 beginnende Geschäftsjahre sowie auch bereits für einen Vergütungsbericht nach § 162 AktG für vor dem 01.01.2021 beginnende Geschäftsjahre. 

Mit der Bekanntmachung durch das BMJV gelten die Regelungen des DRÄS 9 als Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Audit Tax

Besteuerung von Personen­gesell­schaften: Mitunter­nehmer­stellung eines Nieß­brauchers

Der Arbeitskreis „Besteuerung von Personengesellschaften“ des IDW erörterte in seiner 104. Sitzung am 16.02.2021 aktuelle Probleme bei der Übertragung von Mitunternehmeranteilen unter Nießbrauchsvorbehalt und fordert von der Finanzverwaltung eine verbindliche Klarstellung im Wege eines Anwendungsschreibens. Bei Fragen zur Mitunternehmerstellung des Schenkers bei Übertragung von Mitunternehmeranteilen unter Nießbrauchsvorbehalt bzw. zur...
Advisory Audit IT Audit

5. IDW-Update vom 06.04.2021 zum dritten Corona-Hinweis

Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Rechnungslegung, Berichterstattung und Prüfung von Unternehmen bezog das IDW mit seinen fachlichen Hinweisen vom 04.03.2020, vom 25.03.2020 und vom 08.04.2020 Stellung. Der Hinweis vom 08.04.2020 wurde zudem mehrmals aktualisiert und erweitert. Kürzlich veröffentlichte das IDW im April 2021 ein mittlerweile fünftes Update...
Audit Tax

Die bilan­zielle und ertrag­steuer­liche Behand­lung von Corona-Finanz­hilfen

Die Regelungen rund um die Corona-Finanzhilfen des Bundes und der Länder, wie die Corona-Überbrückungshilfen sowie die November- und Dezemberhilfe, sind von hoher Dynamik gekennzeichnet und führen in diesem Zusammenhang zu hoher Unsicherheit in der Praxis. Dies gilt auch für die hiermit verbundene handelsrechtliche sowie steuerrechtliche Behandlung. Angelehnt an die...
Audit

Sofortab­schrei­bung digi­taler Vermögens­gegen­stände in der Handels­bilanz?

Das IDW hat sich in einer außerordentlichen Sitzung des Fachausschusses Unternehmens­berichterstattung mit den Auswirkungen der Verkürzung der steuerlichen Nutzungsdauer für digitale Vermögensgegenstände für die Handelsbilanz beschäftigt. Mit BMF-Schreiben vom 26.02.2021 (IV C 3 – S 2190/21/10002:013) hat das Bundesfinanzministerium die Nutzungsdauer von Computerhardware und Software auf ein Jahr reduziert. Die Verkürzung der...