News

DRÄS 10 durch das BMJV bekanntgemacht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat am 20.12.2019 DRÄS 10 bekanntgemacht, der neben redaktionellen Änderungen in DRS 16, DRS 19 und DR  23 insbesondere Ergänzungen zur Währungsumrechnung in DRS 25 beinhaltet. Der Änderungsstandard trat mit der erfolgten Verabschiedung durch das DRSC in Kraft.

Der Deutsche Rechnungslegungs Änderungsstandards DRÄS 10 beinhaltet Änderungen an DRS 16, DRS 19, DRS 23 und DRS 25. Nach seiner Verabschiedung durch das DRSC im Oktober 2019 wurde er zur Bekanntmachung an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) weitergeleitet. Diese erfolgte am 20.12.2019 durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Mit der Bekanntmachung durch das BMJV gelten die Regelungen als Grundsätze ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung.

Aufgrund des zweiten Finanzmarktnovellierungsgesetzes werden in DRS 16 zur Halbjahresfinanzberichterstattung, DRS 19 zur Pflicht zur Konzernrechnungslegung und DRS 23 zur Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss) punktuell die enthaltenen Verweise auf das WpHG angepasst, ohne dass damit materielle Änderungen verbunden sind.

Bei den Änderungen an DRS 25 wurde der Wortlaut von Tz. 104 zur Inflationsbereinigung leicht umformuliert, um die Verständlichkeit der Regelung zu verbessern. Die Erläuterung in DRS 25.B40 wird aufgehoben und der Standard stattdessen um eine neue Textziffer DRS 25.104a ergänzt. Diese beinhaltet die Empfehlung, den Inflationsgewinn oder -verlust aus der Nettoposition der monetären Posten erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Als Ermittlungsmethoden dieses Ergebniseffekts werden die indirekte Ermittlung als Saldo aus der Anpassung der nichtmonetären Posten der Bilanz und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Anpassung der indexgebundenen Posten oder eine Ermittlung im Wege der Schätzung ausgehend von der Entwicklung des allgemeinen Preisniveaus genannt. Ein neu in die Begründung aufgenommenes Beispiel soll zudem das Verständnis der Regelungen in DRS 25.104 und DRS 25.104a erleichtern.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Audit Advisory Valuation

Basiszinssatz nach IDW S 1 bleibt zum 01.03.2024 gerundet bei 2,50 %

Der Basiszinssatz nach IDW S 1 stagniert zum 01.03.2024 bei gerundet 2,50 %. Der ungerundete Basiszinssatz sinkt von 2,49 % zum 01.02.2024 auf 2,39 % zum 01.03.2024. Somit setzt sich der sinkende Trend des Basiszinssatzes der vergangenen Wochen fort. Der für Bewertungszwecke relevante Basiszinssatz hat zum 01.02.2024 nach einem längeren Aufwärtstrend eine...
Audit Advisory

E-DRÄS 14 mit Änderungen des DRS 18 zu latenten Steuern veröffentlicht

Die durch das Ende Dezember 2023 durch das Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz in das HGB aufgenommenen Regelungen beinhalten sowohl eine Ausnahme von der Bildung latenter Steuern als auch korrespondierend eine Ausweitung der Anhangberichtspflichten. DRS 18 zu latenten Steuern soll entsprechend ergänzt werden. Mit dem am 28.02.2024 vorgelegten Entwurf des Deutschen Rechnungslegungs Änderungsstandards Nr. 14...
Tax Audit Advisory

Heilung eines „fehlerhaften“ Gewinnabführungs-vertrags

Der BFH äußert sich in seinem Urteil vom 03.05.2023 zur Heilungswirkung nach den Übergangsregelungen in § 17 Abs. 2 i. V. m. § 34 Abs. 10b S. 2 und 3 KStG i. d. F. 2013. Demnach hängt der Eintritt der Heilungswirkung bei „fehlerhaften“ Gewinnabführungsverträgen vom Verhalten des Steuerpflichtigen ab, sodass es in seinem Ermessen liegt, ob er die...
Tax Audit

Zeitpunkt der Besteuerung von Earn-Out-Zahlungen

Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied mit seinem Urteil IV R 9/21 vom 9.11.2023 zur Frage, wann Earn-Out-Zahlungen der Besteuerung zu unterwerfen sind. Im vorliegenden Fall ging es um Kaufpreisbestandteile bei der Veräußerung eines Mitunternehmeranteils. Urteil des BFH vom 9. November 2023 (IV R 9/21) zum Zeitpunkt der Besteuerung von Earn-Out-Zahlungen bei der Veräußerung von...