News

Verlängerung und Ausweitung des KfW-Sonder­pro­gramms

Parallel zu den verlängerten und ausgeweiteten Corona-Überbrückungs­hilfen erfolgt nun auch eine Verlängerung und Erweiterung des KfW-Sonder­programms. Um von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen weiterhin bestmöglich mit Liquidität zu versorgen, wird das KfW-Sonderprogramm, einschließlich des KfW-Schnellkredits, bis zum 30.06.2021 verlängert. Sobald die Europäische Kommission die Verlängerung der bisherigen beihilferechtlichen Grundlagen genehmigt hat, können die entsprechenden Hilfen auch im Jahr 2021 gewährt werden.

Die Corona-Pandemie prägt weiterhin das Tagesgeschehen der Unternehmen und stellt diese teilweise vor existenzbedrohende Schwierigkeiten. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung das KfW-Sonderprogramm sowie den KfW-Schnellkredit bis zum 30.06.2021 verlängert. Zudem können ab dem 09.11.2020 nun auch Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten einen KfW-Schnellkredit in Anspruch nehmen. Diese KfW-Kredite können, in Abhängigkeit von dem im Jahr 2019 erzielten Umsatz, über die Hausbanken beantragt werden. Hierbei übernimmt der Bund das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei. 

Die KfW-Schnellkredite stehen ab dem 09.11.2020 allen kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Soloselbstständigen zur Verfügung, die mindestens seit dem 01.01.2019 am Markt aktiv sind und die in der Summe der Jahre 2017 bis 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt haben. Das gesamte Kreditvolumen pro Unternehmensgruppe beläuft sich auf bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019 und beträgt maximal EUR 800.000 für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern, maximal EUR 500.000 für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten sowie maximal EUR 300.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl bis zu zehn. Zudem ist ab dem 16.11.2020 auch eine vorzeitige anteilige Tilgung der KfW-Schnellkredite ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich, wodurch die Kombination mit anderen Corona-Hilfsprogrammen erleichtert wird.

Aktuell beträgt der Zinssatz für den KfW-Schnellkredit 3,00 % mit einer Laufzeit von zehn Jahren und die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Insofern ist davon auszugehen, dass der Kredit schnell bewilligt werden kann, es sind auch keine Sicherheiten zu stellen. Zwingende Voraussetzung für die Gewährung des KfW-Schnellkredits ist jedoch, dass sich das Unternehmen zum 31.12.2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten befunden hat.

Diese Themen könnten Sie auch interessieren

Diese News könnten Sie auch interessieren

Audit

Endorsement von Phase 2 der IBOR Reform

Die bereits Ende August 2020 seitens des IASB abgeschlossene Phase 2 der IBOR Reform wurde Mitte Januar 2021 durch die Europäische Kommission gebilligt. Dieses Endorsement zieht Änderungen der Standards IFRS 9, IAS 39, IFRS 4, IFRS 7 und IFRS 16 nach sich. Anwendung finden die Änderungen der IBOR-Reform für Geschäftsjahre, die am oder nach dem...
Advisory Audit

IASB-Diskussionspapier zu Unter­nehmens­zusammen­schlüssen unter gemeinsamer Kontrolle

Am 30.11.2020 hat das IASB das Diskussionspapier DP/2020/2 zu Unternehmenszusammenschlüssen unter gemeinsamer Kontrolle veröffentlicht. Das Diskussionspapier adressiert die Problematik, dass hinsichtlich der Unternehmenszusammenschlüsse unter gemeinsamer Kontrolle derzeit eine Regelungslücke besteht, da diese nicht von den geltenden Regelungen zu Unternehmenszusammenschlüssen erfasst werden. Das IASB hat am 30.11.2020 ein Diskussionspapier angesichts...
Audit

Post-Implementation Review des IASB zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12

Im Dezember 2020 hat das IASB im Rahmen des Post-Implementation Reviews dieser Regelungen die weitere Untersuchung der praktischen Auswirkungen der neuen Standards zur Konzernrechnungslegung – IFRS 10 (Konzernabschlüsse), IFRS 11 (Gemeinsame Vereinbarungen) und IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) – veranlasst. Im Rahmen eines Post-Implementation Reviews (PIR)...
Advisory Audit Tax

BMF-Schreiben vom 08.12.2020: Wahl­recht zur ein­heitlichen Bilan­zierung von Einheits- und Indi­vidual­leer­gut

Mit Schreiben vom 19.02.2019 hatte das BMF grundsätzlich Stellung genommen zu der bilanz­steuer­lichen Behandlung von Pfand­geldern. Das BMF vertritt in diesem Schreiben die Auffassung, dass Einheits­flaschen steuer­bilanziell anders zu behandeln seien als Individual­flaschen. Dem entgegen hat das BMF mit seinem Schreiben vom 08.12.2020 den Bilanzierenden nunmehr allerdings zugestanden, dass...