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DPR – Prüfungsschwerpunkte 2018

Prüfung, Rechnungslegung, DPR, Prüfungsschwerpunkte
Autor: Prof. Dr. Christian Zwirner

Nachdem die European Securities and Markets Authority (ESMA) am 27.10.2017 drei gemeinsame europäische Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2018 bekannt gegeben hat, hat die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) diese am 23.11.2017 um zwei nationale Schwerpunkte erweitert.

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) hat am 23.11.2017 ihre Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2018 veröffentlicht. Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass die ersten drei Schwerpunkte bereits durch die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) am 27.10.2017 veröffentlicht wurden. Für den Abschlussersteller sowie für den Abschlussprüfer sind die gesetzten Schwerpunkte von besonderer Relevanz für den Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2017.

  1. Angaben nach IAS 8.30 zu den erwarteten Auswirkungen der Einführung wesentlicher neuer Standards in der Berichtsperiode ihrer erstmaligen Anwendung (IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden und IFRS 16 Leasingverhältnisse)
  2. Spezifische Ansatz-, Bewertungs- und Anhangvorschriften in Bezug auf IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse)
  3. Spezifische Aspekte des IAS 7 zur Kapitalflussrechnung
  4. Folgende Einzelaspekte zum Ansatz und Bewertung von Rückstellungen gemäß IAS 37 sowie zugehörige Anhangangaben:

    • Verzicht auf Ansatz wegen Unmöglichkeit einer verlässlichen Schätzung unter Beachtung der Angabepflichten (IAS 37.26 und 37.86)
    • Verzicht auf die reguläre Berichterstattung wegen Inanspruchnahme der Schutzklausel unter Beachtung der Mindestangaben (IAS 37.92)
    • Angaben zu Schätzungsunsicherheiten (IAS 37.85(b), IAS 1.125 und 1.129)
    • Gruppierung der Rückstellungen (IAS 37.87)
    • Angabe rückstellungsspezifischer Ertrags- und Aufwandsposten (IAS 1.97 und 1.98(b), (f) sowie (g))

  5. Konzernlagebericht und Konzernerklärungen:

    • Berichterstattung über alternative Leistungskennziffern als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren (§ 315 Abs. 1 Satz 3 HGB)
    • Darstellung potenzieller Auswirkungen des Brexit auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns (§ 315 Abs. 1 HGB)
    • Vorhandensein der Angaben zum Diversitätskonzept im Rahmen der Konzernerklärung zur Unternehmensführung (§ 315d HGB i.V.m. § 289f Abs. 2 Nr. 6 HGB) und Angaben zum Vorhandensein der nichtfinanziellen Konzernerklärung (§ 315b HGB)

Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Anforderungen der geänderten Rechnungslegungsrichtlinie zur Offenlegung von nichtfinanziellen und die Diversität betreffenden Informationen für bestimmte Unternehmen erstmalig zum Jahresende 2017 anzuwenden sind.

Eine ausführliche Darstellung der Prüfungsschwerpunkte findet sich auf der Homepage der DPR, dort unter den Pressemitteilungen (http://www.frep.info/presse/pressemitteilungen.php). Eine ausführliche Darstellung der ersten drei Prüfungsschwerpunkte findet sich auf der Homepage der ESMA (https://www.esma.europa.eu/).

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